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Bremen: Sahin weiterhin gefragt

Die Bremer haben am vergangenen Sonntag ihr Trainingslager im Zillertal beendet. Laut Trainer Florian Kohfeldt konnten sich dabei gleich mehrere Profis in den Vordergrund spielen. Unter anderem hatte er einen sehr positiven Eindruck von Mittelfeldspieler Kevin Möhwald und Angreifer Yuya Osako. Senkrechtstarter Milot Rashica konnte seinen Wert für die Bremer ebenfalls wieder untermauern. DAs größte Lob bekam im Nachhinein allerdings Routinier Nuri Sahin. 

„Nuri ist für mich ein absoluter Vertrauensspieler“, so der Trainer über den ehemaligen Dortmunder, den er auf dem Platz aber in erster Linie auf daneben dringend benötigt: „Nuri ist ein unglaublich intelligenter Fußballer. Er hat eine immense Bedeutung. Fußballerisch und auch als Ratgeber in gewissen Situationen für mich, der Junge hat schließlich alles erlebt im Fußball.“ Seine Klasse im Umgang mit dem Ball konnte der 52-malige türkische Nationalspieler immer wieder unter Beweis stellen und selbst in seinem fortgeschrittenen Alter von 30 Jahren kann Kohfeldt bei ihm noch immer eine Entwicklung feststellen: “Nuri löst Situationen sowieso intuitiv sehr gut auf engem Raum. Doch bei ihm hat man jetzt auch noch gesehen, wie sich sein Blick fürs Spiel noch mehr weitet, wie er auch sehr gut das Spiel verlagern kann.“

Derweil wollte Kohfeldt aber auf keinen Fall eine Einsatzgarantie für den Mittelfeldspieler aussprechen: „Dafür ist unser Mittelfeld zu stark besetzt. In einem Dreiermittelfeld heißen seine natürlichen Konkurrenten Maxi Eggestein, Davy Klaassen und Kevin Möhwald. Das ist kein Selbstläufer. Aber Nuri hat seine Situation im Trainingslager auf jeden Fall verbessert“, so Kohfeldt. Fakt ist aber auch, dass Sahin weiterhin große Schwächen im defensiven Bereich aber vor allem auch in Sachen Schnelligkeit hat. „Wenn die Räume eng sind, verteidigt er exzellent“, wiederholt Kohfeldt, „am stärksten sehe ich ihn immer noch auf einer Doppelsechs gegen den Ball. Wenn wir ihn aber beim Verteidigen alleine lassen, dann wird es schwierig, das ist auch klar. Das gehört nun mal zu Nuris Stärken-Schwächen-Profil.“

Damit liegt natürlich auf der Hand, dass Sahin nicht für jeden Gegner der geeignete Spieler ist und dass er in der Folge immer mal wieder auf der Bank Platz nehmen muss. Das ändert aber alles nichts am Stellenwert, den er bei den Bremern noch immer hat. „Nuri ist klassisch Führungsspieler. Er kommt auf mich zu und gibt mir ehrliches Feedback darüber, wie er Situationen auf dem Platz sieht, Inhalte, Stimmungen in der Mannschaft. So machen das auch Niklas Moisander oder Davy Klaassen, Claudio Pizarro sowieso. Und genau so wünsche ich mir das“, so Kohfeldt weiter. 

Kategorie: Bundesliga, News Tags: ,
 
 

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