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Frankfurt: Joveljic bleibt gelassen

„Guten Tag, ich bin glücklich, bei Eintracht Frankfurt zu sein. Ich brauche Zeit, um Deutsch zu lernen.“ Das waren die ersten Worte von Dejan Joveljics in Diensten von Eintracht Frankfurt. Der Stürmer antwortete in der Folge auf Englisch und Serbisch auf die Fragen, die ihm bei seiner Vorstellung gestellt wurden. Er wurde vor allem dazu befragt, was ihn bei der Eintracht überzeugt hat, gleichzeitig äußerte er sich aber auch darüber, dass er nicht mit seinen Vorgängern verglichen werden will. 

Am Donnerstag war er schon beim Testspiel gegen Bad Homburg mit dabei, heute war er dann aber für einen Pressetermin selbst im Rampenlicht. Morgen steht der obligatorische Laktattest an, bevor er am Sonntag im Rahmen des Trainingslagers in Thun die erste Einheit mit seinen neuen Kollegen absolvieren wird. Die aktuelle Karriere von Joveljic zeigt schon, dass es heute ganz schnell gehen kann. 11 Treffer in der serbischen Super-Liga, drei in der UEFA-Youth-League haben für den 19-Jährigen nun zu einem Engagement beim Halbfinalisten der Europa League geführt. Die Eintracht überweist für das Talent immerhin rund 4 Millionen Euro an Roter Stern Belgrad. Nun hoffen natürlich alle Hessen, dass er eine ähnliche Entwicklung wie zuletzt Luca Jovic nimmt. 

Auch andere Bundesligisten hatten ihre Fühler bereits ausgestreckt, so z.B. die TSG 1899 Hoffenheim, der VfL Wolfsburg, die Mainzer und auch der VfB Stuttgart. „Das ist ein großer Klub und der richtige Verein, um voranzukommen“, so der Juniorennationalspieler: „Man legt hier auch Wert auf junge Spieler.“ Die guten Beziehungen der Eintracht-Macher auf den Balkan machen sich natürlich im Kader bemerkbar. Mijat Gacinovic, Filip Kostic, bis vor kurzem noch Jovic und den Kroaten Ante Rebic sprechen eine klare Sprache. „Natürlich hatten sie einen Einfluss, wir haben viele Gespräche geführt“, so Joveljic auf die Fragen nach Jovic und auch Gacinovic: „Luka ist ein großartiger Typ und Spieler, ich möchte aber mit niemandem verglichen werden. In Zukunft kann ich werden wie Luka.“ 

Auf den ersten Blick wirkt der Stürmer im Vergleich zu Jovic etwas schlaksig. „Ich arbeite hart und weiß, wo das Tor steht. Der Strafraum ist mein Revier“, so Joveljic, der für einen Teenager schon sehr selbstbewusst daher kommt. Für sein Alter wirkt er in seinem Spiel allerdings schon sehr ausgereift. Lediglich an seinem Kopfballspiel könnte er noch vermehrt arbeiten. Vor allem trifft er jetzt in der Bundesliga auf körperlich robuste Verteidiger und sollte daher auch in diesem Bereich noch etwas nachlegen. Doch wie stehen eigentlich die Chancen auf einen Startplatz in der kommenden Saison. 

Frankfurts Trainer Adi Hütter will den Youngster zunächst behutsam an die Bundesliga heranführen. „Natürlich brauche ich Zeit“, sagt der Angreifer selbst. Die Frage ist auch noch, ob Reibt den Verein verlassen wird, denn dann hätte die Eintracht mit Haller und Paciencia/Joveljic nur noch drei Angreifer für die Doppelspitze zur Verfügung. „Ich werde mich hier schnell anpassen“, so der Angreifer optimistisch. 

Kategorie: Bundesliga, News Tags: ,
 
 

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