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Bayern: Hoeneß´Rechtfertigung

Bei den Bayern will die Transferperiode noch nicht richtig in Gang kommen. Nachdem Uli Hoeneß noch vor wenigen Monaten groß ankündigte, was die Bayern im Sommer schon alles sicher haben, verteidigte er nun die etwas holprigen Transferbemühungen. Immerhin scheint es nun eine neue Entwicklung in der Personalie Ozan Kabak. 

Heute vor 4 Monaten fiel der ominöse Satz, den Uli Hoeneß seitdem nicht mehr los wird. „Wenn Sie wüssten, wen wir alles schon sicher haben für die neue Saison“, so der Bayern-Präsident damals mit vollem Selbstvertrauen, doch seitdem stellt sich die Frage, was denn nun genau passieren wird. Lucas Hernandez (Atletico) ist aktuell der einzige wirklich namhafte Neuzugang bei den Münchnern. 

Derweil hat man mit Franck Ribery, Arjen Robben, Rafinha, James, Mats Hummels und eventuell Jerome Boateng schon einiges an Qualität abgegeben. Die weiteren Einkäufe mit Benjamin Pavard (23, 35 Millionen Euro) und Fiete Arp (19, 2,5 Mio.) sind vergleichsweise schwach einzuschätzen. Wunschspieler Rodrigo (22, Atletico) hat sich mittlerweile gegen den FC Bayern entschieden und auch die Bemühungen um Nationalspieler Leroy Sané von Manchester City scheinen derweil ins Stocken gekommen zu sein. Hoeneß will sich davon aber nicht unter Druck setzen lassen. „Ich muss ehrlich sagen, langsam geht mir das auf die Nerven, dass man sich nur noch über Käufe definiert“, so der Verantwortliche, der dabei auch auf die bisher investierten 120 Millionen Euro anspielte: „Wir haben gerade zwei Titel gewonnen und wir sollten jetzt erstmal alle feiern. Ich kann versichern: Am 15. August steht eine gute Mannschaft auf dem Platz.“ Fakt ist aber auch, dass die Bayern im Grunde nur beim Gewinn der Champions League so richtig ausgiebig feiern würden und in dieser Hinsicht Spieler wie Pavard oder Arp auch in der kommenden Saison keinen Unterschied im Vergleich zur Konkurrenz machen werden. 

In den nächsten Tagen könnte sich dann bei Ozan Kabak (19) noch etwas tun, der die Stuttgarter nach dem Abstieg für festgeschriebene 15 Millionen Euro verlassen könnte.  Die Berater des Youngsters sprechen gerade aber auch mit den Verantwortlichen von Schalke, Monaco, Manchester United, West Ham United und dem AC Mailand. Aktuell besteht das Münchner Abwehrzentrum aus Niklas Süle, Pavard und Lucas Hernandez sowie mit Javi Martinez als Aushilfe, der aber eigentlich im Mittelfeld gebraucht wird. Kabak könnte die Riege erweitern, allerdings ist es fraglich, ob diese Besetzung dann von der Qualität her ausreichend ist. Mittlerweile ist die Stelle von Hummels freigeworden, worüber Hoeneß sich ebenfalls äußerte: „Mats hat darum gebeten, dass er freigegeben wird, und daraufhin hat der FC Bayern die Gespräche aufgenommen. Das war ein ausdrücklicher Wunsch von Mats Hummels und seinem Vater. Und nachdem wir sehr viele Innenverteidiger haben, ist diese Entscheidung, glaube ich, total richtig, obwohl Mats eine sehr gute Rückrunde gespielt hat.“ 

Kategorie: Bundesliga, News Tags: ,
 
 

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