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Bayern: Reicht Pavards Qualität?

Sind die Bayern mit ihren beiden Neuzugängen Lucas Hernandez und Benjamin Pavard in der Abwehr bereits gut aufgestellt? Nun hat sich Ex-Profi Bixente Lizarazu zu Wort gemeldet und gesagt, dass er diesen Teil durchaus kritisch sieht und denkt, dass vor allem Pavard noch einen großen Schritt nach vorne machen muss, wenn er den Bayern wirklich helfen will. 

Rund 80 Millionen Euro haben sich die Bayern die Dienste von Lucas Hernandez kosten lassen. Für Pavard haben die Bayern immerhin noch 35 Millionen Euro auf den Tisch gelegt. Werden sich diese Investitionen in der kommenden Saison bemerkbar machen? Bixente Lizarazu, der von 1992 bis 2004 sowie 2005/06 als Verteidiger beim FC Bayern dabei war und mit Frankreich Welt- (1998) und Europameister (2000) wurde, kennt die beiden 23-jährigen Weltmeister sehr gut – hat aber nicht nur positive Worte für diese Transfer übrig. 

Vor allem wundert sich der heutige TV-Experte, dass die Bayern beide Franzosen als Innenverteidiger eingeplant haben. „Beide können beide Positionen spielen, durchaus. Doch ich sehe sie – vielleicht muss ich da meine Denkweise bald ändern – zuallererst in der Außenverteidigung“, so Lizarazu im Interview mit dem kicker: „Auch wenn Niklas Süle viel Potenzial hat, würde ich nicht mit ihm plus Pavard und Hernandez in die Saison gehen. Hernandez ist ein sehr guter linker Außenverteidiger mit enormem Kampfgeist, der bei Atletico große internationale Erfahrung gesammelt und Stärken in der Defensive wie in der Offensive hat. Diese Kombination ist bei den heutigen Linksverteidigern eine Ausnahme, die meisten sind nur nach vorne gut. Ich weiß nicht, ob er innen internationale Topklasse darstellt.“ 

Noch skeptischer ist der ehemalige Verteidiger bei Pavard, dem er zwar eine „eine gute Mentalität und Berufsauffassung“ zuspricht, allerdings weiß er nicht, ob der Youngster die nötige Klasse mitbringt, um bei den Bayern bestehen zu können: „Stuttgart ist nicht München, vom VfB zum FC Bayern ist es ein großer Schritt. Pavard muss sich natürlich steigern, um bei Bayern spielen zu können. Er muss viel dafür tun. Technisch ist er zwar stark und leichtfüßig, er spielt gute Pässe. Aber seine Entwicklung ging seit der WM 2018 zurück, seither wurde es weniger, auch in der französischen Nationalmannschaft. Er lieferte nur noch Durchschnitt ab“, so Lizarazu. Bleibt abzuwarten, ob sich der ehemalige Schwabe in der kommenden Saison bei den Bayern beweisen kann. 

Kategorie: Bundesliga, News Tags: ,
 
 

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