0

Leverkusen: Havertz wird geadelt

Bei den Leverkusenern wird man nicht müde, Kai Havertz über alle Maßen zu loben. Nun legte auch Rudi Völler noch einmal höchstpersönlich nach. „Er ist ganz klar der deutsche Spieler der kommenden zehn Jahre“, so Leverkusens Sportdirektor über den Youngster und kommt aus dem Schwärmen kaum noch heraus. Auch Bundestrainer Joachim Löw ist mehr als begeistert über die Entwicklung des 19-Jährigen, weiß aber auch, dass dieser noch einige Hürden vor sich hat. 

Es ist eine „fundamental wichtige Entscheidung“, dass Havertz in Leverkusen bleibt, so Völler im kicker-Interview. Damit hätten wohl nur die wenigsten gerechnet, da der 19-Jährige „ganz sicher einer der am meisten umworbenen Spieler in ganz Europa ist. Ihm sind fußballerisch keine Grenzen gesetzt“, so Leverkusens Sportdirektor über Havertz: “Die Gefahr, dass er die Bodenhaftung verliert, besteht absolut nicht. Sportlich hat Kai von allem etwas. Er ist schnell, ausdauernd, kopfballstark, robust, technisch perfekt, sein Spielverständnis ist überragend, und er denkt auch noch defensiv. Er macht Dinge mit einer Leichtigkeit, die bei anderen nach harter Arbeit aussehen“, so Völler weiter: „Er ist ganz klar der deutsche Spieler der kommenden zehn Jahre.“

Bundestrainer Löw ist natürlich auch vom Talent begeistert, gleichzeitig aber auch davon, dass er sich in so jungen Jahren direkt nahtlos ins DFB-Gefüge der A-Nationalmannschaft integriert hat. „Bei ihm habe ich mich nach dem ersten Training gefragt, ob er schon ein oder zwei Jahre bei uns wäre. Das habe ich zuvor ganz, ganz selten bei einem Spieler gesehen“, so Löw, der aber auch mahnende Worte verwendete: „Er wird noch einige Hindernisse überspringen müssen, und die sind hoch. In meiner Zeit beim DFB habe ich schon viele junge Spieler gesehen, die hochgepusht und hofiert wurden und die dann erst Talsohlen durchschreiten mussten, bis sie zu großen Spielern wurden. Manch andere, die ebenfalls hochtalentiert waren und hoch gehandelt wurden, sind in diesen 15 Jahren nach ein paar Länderspielen nicht mehr aufgetaucht.“ Positive Beispiele hierfür sind z.B. Bastian Schweinsteiger oder auch Lukas Podolski. 

Bei Havertz ist eher nicht zu befürchten, dass man von ihm nichts mehr hören wird. „Ich finde, er stellt so einen Mix aus Michael Ballack und Mesut Özil dar“, so Völler weiter über sein Juwel: „Vom Laufstil und der Eleganz wirkt er wie Özil, von der körperlichen Entwicklung, der Robustheit, der Kopfballstärke und der Torgefährlichkeit wie Michael in seinen Topjahren.“ Bleibt abzuwarten, ob Havertz diese Lobeshymne auch in der kommenden Saison bestätigen kann. 

Kategorie: Bundesliga, News Tags: ,
 
 

Ähnliche Artikel

Antwort hinterlassen

Antwort eintragen
© 2019 Soccer-Fans.de. All rights reserved.