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Gladbach: Eberls Personalpläne

Max Eberl wird auch in den kommenden Wochen keinen entspannten Sommerurlaub genießen können. Bei einem Besuch des Mönchengladbacher Radiosenders 90,1 stand Borussias Sportdirektor nun Rede und Antwort, was die aktuellen Transferideen der Fohlen angeht. 

„Wir haben klare Vorstellungen, die wir umsetzen wollen. Ich kann aber nicht versprechen, dass das in den nächsten zwei, drei Wochen passiert“, so Eberl. Mittlerweile dürfte aber klar sein, welche Spieler schon fix sind, auf welchen Positionen noch neue Spieler gesucht werden und vor allem wie viel Geld dafür noch zur Verfügung steht. 

Schon fixiert sind die Wechsel von Max Grün, der von Darmstadt 98 zu den Fohlen kommt und Moritz Nicolas als Nummer 3 zwischen den Pfosten ablösen wird. Der mittlerweile 32-Jährige kommt mit der Erfahrung aus 26 Erstliga- und 64 Zweitligaspielen und erhält einen zunächst bis 2020 befristeten Vertrag. Nicolas hingegen wechselt für zwei Jahre auf Leihbasis zu Union Berlin, wo er die Chance bekommen soll, auf einem höheren Niveau Spielpraxis zu sammeln. Bisher kam er meist nur in der U23 der Gladbacher zum Einsatz, die in der Regionalliga West spielt. Mittel- bis langfristig setzen die Fohlen auf Eigengewächs Nicolas, weshalb der Vertrag kürzlich noch bis 2023 verlängert wurde. „Wir sehen in ihm den Torwart, der in Zukunft bei uns im Tor stehen soll“, so der hauptverantwortliche Torwart-Trainer Uwe Kamps. 

Mittelfeldtalent Jacob Italiano (17) vom australischen Klub Perth Glory ist der zweite Neuzugang der Borussia in dieser Transferperiode, was aber schon seit Anfang 2018 feststeht. Im Juli wird der Youngster 18 Jahre alt und kann dann seinen ersten Vertrag bei den Fohlen unterschreiben. Doch wie viel Geld haben die Gladbacher eigentlich zur Verfügung? Rund 25 Millionen Euro bringt der Transfer von Hazard zum BVB in die Kassen. Bei etwaigen Bonuszahlungen könnten es sogar bis zu 30 Millionen werden. Zudem konnte man mit dem Erreichen der Gruppenphase der Europa League auf jeden Fall 10 Millionen Euro generieren. „Wir haben gutes Geld, da möchte ich mich nicht beschweren“, so Eberl bei 90,1: „Aber nicht die Summe, die da gehandelt wird.“ Es ging bereits das Gerücht um, dass die Gladbacher rund 50 Millionen Euro investieren wollen, wovon Eberl aber nichts hören wollte. 

Fakt ist, dass man wohl zumindest nach einem, besser noch nach 2 Stürmern die Augen offen hält. Ebenfalls ist man auf der Suche nach einer Verstärkung für die Verteidigung. Im Mittelfeld besteht nicht so viel Bedarf, allerdings könnte bei einem passenden Angebot auch hier noch nachgelegt werden. Hinzu käme noch eine zusätzliche Kraft im sportlichen Verantwortungsbereich, die Eberl unterstützen soll. Derzeit wird hier Routen Schröder gehandelt, der sich aber wohl für einen Verbleib bei den Mainzern entschieden hat. In den kommenden Wochen wird sich hier laut Eberl noch nichts verändern. Immerhin hat man mit Marco Rose schon einen neuen Trainer vorgestellt: „Vielleicht wird es in Zukunft jemanden geben, der uns helfen kann, sportlich erfolgreich zu sein – aber auf keinen Fall wird diesbezüglich in diesem Sommer etwas passieren.“

Kategorie: Bundesliga, News Tags: ,
 
 

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