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Stuttgart: Wer bleibt, wer geht?

Daniel Didavi hat sich bereits vor einigen Tagen zu Wort gemeldet und ganz mit dem Vorbild der Kölner im letzten Jahr verlauten lassen, dass der auch im Falle eines Abstiegs beim VfB Stuttgart bleiben wird. Steven Zuber wird die Schwaben derweil verlassen und zwei andere Leistungsträger wollten sich zu den Fragen über ihre Zukunft noch nicht äußern. 

Am Ende mussten mal wieder die „Köpfe“ des Vereins die Katastrophe erklären, auch wenn letztendlich die Spieler die Hauptschuld am Abstieg der Stuttgarter tragen. Neben Sportvorstand Thomas Hitzlsperger, der den dritten Abstieg nach 1975 und 2016 kaum verkraften konnte, stellten sich von Spielerseite her lediglich Christian Gentner und Ron-Robert Zieler den Fragen der zahlreichen Journalisten. „Es herrscht eine eine große Leere, kaum jemand hat gesprochen, die Köpfe waren unten, erwachsene Männer, die Tränen verdrücken“, so Hitzelsperger über die Stimmung in der Kabine. „Nichts, das man braucht“, so Gentner kurz und knapp. 

Nach der Rückkehr in der Nacht befinden sich die Stuttgarter noch immer in einer Art Schockstarre. Heute sind alle noch einmal zusammengekommen, um die wichtigsten Termine zu besprechen, die bis zum Start der 2. Liga am 29. Juli noch anstehen. Unter anderem ging es dabei um den Termin fr das anstehende Trainingslager, doch die sportliche Leitung interessiert natürlich in erster Linie, mit welchem Kader sie in der kommenden Saison planen können. Alle Profis haben zwar Verträge, die auch in der 2. Liga gültig sind, allerdings ist das noch keine Garantie für einen Verbleib, So könnten beispielsweise Spieler wie Anastasios Donis abgegeben werden, während man Kicker wie Pablo Maffeo sogar abgeben möchte. 

Zuber hat derweil schon selbst seine Zeit beim VfB beendet, denn er war nur bis Juni von der TSG 1899 Hoffenheim ausgeliehen. „Es fällt mir gerade sehr schwer, Worte zu finden. Ich bin leer und traurig“, so der Schweizer über seine Social Media Kanäle: „Diesen bitteren Moment hat dieser Verein nicht verdient. Danke für die Zeit mit euch. Obwohl sie unschön endet, werde ich sie positiv in Erinnerung halten.“ Ähnliche Statements wird es in den kommenden Tagen wohl noch öfter zu lesen geben. Selbst die beiden Vorzeige-Stuttgarter Gentner und Zieler haben bisher ein klares Bekenntnis zum VfB vermieden. „Es ist aus der Emotion heraus der völlig falsche Zeitpunkt, irgendwelche Dinge rauszuposaunen“, so der Kapitän: „Entscheidend ist nicht meine Personalie.“ Ähnlich geht es da auch dem Keeper: „So nah nach dem Spiel ist das kein Thema.“

Zieler hat noch einen Vertrag bis 2020 und mit seinen 30 Jahren auch noch einige gute Saisons vor sich, was natürlich auch andere Vereine hellhörig werden lässt. Gentner hingegen ist schon 34, machte aber noch ein Jahr spielen – am liebsten natürlich in der Bundesliga. Folglich müsste er eigentlich wechseln, wenn er sich nicht nochmal ein Jahr lang in der 2. Liga aufhalten möchte. Hinzu kommt in diese Überlegungen aber noch, dass Gentner nach seiner aktiven Karriere ein Engagement bei den Schwaben anstrebt, was natürlich nahtlos machbar wäre, wenn er bei den Schwaben bleiben würde…

Kategorie: 2. Bundesliga, Bundesliga, News Tags: 
 
 

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