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Leverkusen: Weisers Rückkehr

Am letzten Spieltag der Saison geht es in erster Linie noch darum, wer am Ende den 4. und wer den 1. Platz belegt. Für Mitchell Weiser wird es aber nicht nur deswegen ein spezieller Tag, denn für den Verteidiger der Leverkusener wird es seine erste Rückkehr nach Berlin. Weiser selbst erwartet dabei keinen besonders herzlichen Empfang von den Anhängern der alten Dame. 

Zum ersten Mal wird Mitchell Weiser am morgigen Samstag als Profi von Bayer Leverkusen in Berlin auflaufen. Im Sommer 2018 zog es ihn aus der Hauptstadt an den Rhein. Der Wechsel ging nicht ganz ohne Reibungen über die Bühne und so dürfte es für ihn eine ganz besondere Partie werden, zumal es für Bayer auch noch um den Einzug in die Champions League geht. „Ja, aber an erster Stelle steht natürlich unser Plan, dass wir gewinnen müssen. Da versuche ich, den Rest auszublenden, mich voll auf das Spiel zu konzentrieren“, so der mittlerweile 25-Jährige.

Weiser wird vermutlich von Beginn an auf der Bank Platz nehmen, doch für den Moment, in dem er aufs Feld kommt, erwartet er keine positive Reaktion vom Publikum. „Ich glaube die Hertha-Fans werden mich eher nicht so gut empfangen, aber das werde ich sehen, wenn es soweit ist. Darüber mache ich mir jetzt nicht so viele Gedanken. Und das darf natürlich keine Rolle spielen“, so der Außenverteidiger, der nicht im Guten den Weg nach Leverkusen antrat. Unter anderem sagte Hertha-Trainer Pal Dardai damals, dass Weiser im letzten Spiel der Saison nicht mehr für die Berliner auflaufen wollte. „Jeder hat gesehen, dass ich in der Rückrunde viermal nicht im Kader war und dreimal 90 Minuten auf der Bank saß. Ich wollte schon immer spielen, aber verarschen lassen wollte ich mich auch nicht“, so Weiser damals. 

Aktuell geht es aber nicht um Einzelschicksale, sondern um den Zusammenhalt und das gemeinsame Ziel der Leverkusener. Allerdings läuft bei Bayer im Vergleich zur Konkurrenz aus Gladbach und Frankfurt alles in geregelten Bahnen ab. „Wir wissen, was auf dem Spiel steht. Und man spürt es auch in der Kabine. Alle sind mit dem Kopf schon relativ weit beim Spiel. Wir haben Bock drauf“, so Weiser über die Stimmungslage am Rhein. Die Gelassenheit kommt natürlich auch daher, dass sich die Werkself in einer sehr guten Ausgangsposition befindet. Dennoch wird das Spiel gegen die Berliner natürlich alles andere als ein Selbstläufer, auch wenn es für die Hausherren um nichts mehr geht. „Nein, jeder in der Bundesliga spielt, um zu gewinnen“, so Weiser, der auch weiß, dass Dardai sein letztes Spiel als Trainer der Berliner auf jeden Fall gewinnen möchte. 

„Aber natürlich kann es sein, wenn wir sehr gut starten – ich habe das vor zwei Jahren selber erlebt, als wir am letzten Spieltag 2:6 gegen Leverkusen verloren haben – dass dann vielleicht die Luft raus ist. Aber dafür muss man vorher hart arbeiten, die Chance auch nutzen, um den Gegner müde zu machen und die Lust zu nehmen. Das wird dir auf keinen Fall geschenkt“, so die Nummer 23 weiter, der hofft, dass er dann in Berlin mit seinen Kollegen den Einzug in die Champions League feiern kann: „Es wäre Wahnsinn. Vor allem nach der Hinrunde, die nicht so gut war. Sollten wir das schaffen, wäre das natürlich wirklich ein Riesenerfolg für uns. Die Mannschaft ist heiß darauf. Und wir hoffen, dass die anderen uns ein bisschen helfen.“ 

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