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Hoffenheim: Letztes Heimspiel für Nagelsmann

Im Februar 2016 gab Julian Nagelsmann mit einem 1:1 in Bremen sein Debüt als Cheftrainer der TSG 1899 Hoffenheim. Der mittlerweile 31-Jährige wird nun am Samstag sein vorerst letztes Heimspiel mit der TSG ebenfalls gegen die Norddeutschen bestreiten. 

Nach der Partie haben Nagelsmann und seine ebenfalls nach Leipzig wechselnden Kollegen, Videoanalyst Benjamin Glück und Teammanager Timmo Hardung, „die ganze Belegschaft und alle Spieler eingeladen zu einem Abschlussevent eingeladen“, so der Coach, der sich natürlich auch von den Fans der TSG verabschieden wird: „Wenn sehr gut läuft, kann es sein, dass ich eine Runde drehe, wenn es nicht so gut läuft, werde ich mich trotzdem verabschieden, das gehört sich, glaube ich. Dann schaue ich, welche Resonanz von der Tribüne zurückkommt.“

Sportlich gesehen ist für die Kraichgauer in den letzten beiden Spielen noch alles möglich. Mit einem Sieg könnte man sich im Rennen um Europa gut positionieren, bei einer Niederlage hingegen könnte es vor dem letzten Spieltag schon vorbei sein. In Sachen Training passen die Einheiten im Hinblick auf Umschalten in beide Richtungen sehr gut zur aktuellen Situation. Gleichzeitig standen auch Torabschlüsse auf dem Plan, „aus verschiedenen Winkeln, inklusive Standards, um noch torgefährlicher zu werden und die Vielzahl an Chancen auch in Zählbares umzumünzen“, so Nagelsmann, der auch weiß, dass die TSG durch ihre schlechte Chancenverwertung in den letzten beiden sPielen 5 Punkte liegen gelassen hat: „Natürlich hätten wir uns eine bessere Ausgangssituation erarbeiten können, das ist klar und den Spielern und mir bewusst, trotzdem macht es keinen großen Sinn, zu hadern, weil vor allem die Europa League immer noch drin ist. Darum geht es. Wir müssen uns auf die letzten Spiele fokussieren und sechs Punkte holen.“

Gegen die Bremer hat man unter der Leitung von Nagelsmann noch kein Spiel verloren (zwei Siege, vier Remis) und in allen Partien ging die TSG in Führung. Das dokumentiert aber auch, dass Hoffenheim schon länger Probleme damit hat, eine Führung über die Runden zu bringen. In den letzten 11 Spielen ging die TSG in Führung, doch in 5 Spielen reichte es nicht zu einem Dreier. Insgesamt sieht die Statistik gegen Bremen auch schlecht aus, denn in 21 Duellen gab es nur 3 Siege. Lediglich die Quote gegen die Bayern ist mit 2 Siegen aus 22 Spielen noch schlechter. Derweil sieht Nagelsmann einige Parallelen zwischen ihm und Bremens Trainer Florian Kohfeldt: „Man sieht schon Parallelen, was die Denkweise über Fußball angeht, dass Attraktivität Erfolg nicht ausschließen muss. Sie spielen sehr attraktiv, immer nach vorne, immer mutig, mit viel Risiko. Sie haben einen guten Mix aus Qualität und Erfahrung, auch Schlitzohrtypen wie Kruse, ein individuell sehr guter Spieler der den Unterschied ausmachen kann. 

Für Ishak Belfodil wird es die Zeit des Wiedersehens, nachdem er vor der Saison von Bremen nach Hoffenheim ging. Hier kommt er seitdem deutlich besser zurecht. Für die Bremer machte er in 26 Spielen nur 4 Tore und eine Vorlage, während er für die TSG in 26 Auftritten schon 15 Tore und 5 Vorlagen beisteuern konnte. Aus personeller Sicht können die Hoffenheimer wohl wieder auf Joelinton zurückgreifen, der nach seinem Syndesmoseeinriss wieder im Training ist. „Joelinton hat wieder trainiert, es kann sein, dass er wieder im Kader sein wird, um eine weitere Option in der Offensive zu haben“, so Nagelsmann. 

Kategorie: Bundesliga, News Tags: ,
 
 

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