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Hertha: Kommt Covic?

Bei den Berlinern laufen die Planungen auf die kommende Saison schon seit einiger Zeit. Vor allem ist noch nicht geklärt, wer den Job des Trainers übernehmen wird. Noch immer scheinen vor allem zwei interne Kandidaten noch gute Chancen zu haben. Nach Pal Dardai sieht es wohl so aus, als käme die nächste Lösung ebenfalls aus den eigenen Reihen. U-23-Coach Ante Covic (43) hat wohl derweil die besten Karten, die Berliner in der kommenden Saison zu coachen. 

Schon gestern wurden die Gerüchte laut, dass die Berliner wohl in der kommenden Saison von Covic trainiert werden könnten, auch wenn dessen Beförderung noch nicht in trockenen Tüchern ist. Hertha-Manager Michael Preetz hatte zuletzt ganz klar formuliert, was er sich von einem neuen Trainer erhofft: „Wir wollen die DNA unseres Vereins behüten und werden weiter stark auf den Nachwuchs setzen“, so der Verantwortliche. Das würde in jedem Fall für Covic sprechen, der den Klub sowohl als Spieler (1996 bis 2000 als Profi, 2003 bis 2010 in der zweiten Mannschaft) als auch als Trainer in der U-Auswahl kennt. Im erfolglosen Abstiegskampf 2012 hatte er Otto Rehhagel als Co-Trainer schon zur Seite gestanden, doch seit November 2013 ist er nun für die U23 verantwortlich, auch wenn einige im Verein diese Mannschaft gerne abgemeldet sehen würden, wie es auch bei anderen Clubs der Fall. Preetz hingegeben will diese Mannschaft weiter am Leben erhalten, um auch immer wieder eigenen Spielern eine Chance geben zu können, so wie beispielsweise Jordan Torunarigha und Maximilian Mittelstädt in jüngster Vergangenheit. 

Dabei gab es in der Vergangenheit auch immer wieder Anfragen auf den Posten des Cheftrainers, so z.B. vom Zweitligisten Erzgebirge Aue, doch Covic blieb stets in Berlin. Dardai wird nach der USA-Reise im Anschluss an die Saison eine Auszeit nehmen und soll dann wohl 2020 in den Nachwuchsbereich der Berliner zurückkehren. „Auf der Strecke bis dahin werden ganz sicher Angebote für ihn kommen. Was die in ihm auslösen, vermag ich nicht zu sagen“, so Preetz über diese Personalie. Fakt ist, dass Dardai sicherlich noch Lust darauf hat, den Job des Trainers weiter auszuüben. Obwohl es in der Rückrunde nicht gerade rund gelaufen ist, hätte der Ungar auch gern die Hertha weiter trainiert. Er galt stets als Förderer der Jugend, allerdings wurde irgendwann klar, dass einige Jung-Profis einen erkennbar schwereren Stand hatten als beispielsweise sein eigener Sohn Palko. So wurden unter anderem Sidney Friede, Muhammed Kiprit (Wacker Innsbruck) und Maximilian Pronichev (Hallescher FC) eher verliehen, obwohl gerade Covic in ihnen großes Potenzial sah und sieht.

Mit Julius Kade, der zu Union Berlin gehen wird, haben die Berliner unlängst ein weiteres Talent verloren, der zu Protokoll gab, dass er die Rückendeckung von Dardai vermisst habe. Innenverteidiger-Talent Florian Baak, der bald keinen Vertrag mehr hat und ebenfalls mit einem Wechsel liebäugelt, ist der gleichen Meinung. Nachdem es nun einen Trainerwechsel geben wird, überlegt auch der Youngster wieder neu. Etwas erstaunlich käme eine interne Besetzung dann schon, denn eigentlich sollte bei einem Abgang Dardais ein externer Trainer wieder frischen Wind in die Hauptstadt bringen. Preetz hatte zwischenzeitlich wohl schon 4 andere Kandidaten zu Gesprächen zu Gast, allerdings hat ihn davon wohl keiner restlos überzeugt. 

Angeblich soll es auch schon Kontakt zu Ajax-Coach Erik ten Hag gegeben haben, der allerdings direkt abgesagt hat. Selbst zum früheren Bundestrainer Jürgen Klinsmann hat man den Kontakt gesucht. Der große Wurf ließ sich für die Berliner bisher nicht realisieren und so steigen die Chancen von Covic von Tag zu Tag. 

Kategorie: Bundesliga, News Tags: ,
 
 

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