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Wolfsburg: Leader Guilavogui

Bei den Wolfsburgern bezweifelt niemand mehr, dass Joshua Guilavogui ein echter Anführung ist. Auch wenn es in der letzten Saison immer wieder strittige Situationen im Kampf um die Kapitänsbinde gab, kann man nun erkennen, dass der Franzose immer Vorrang geht und ein entscheidender Faktor für den Erfolg des VfL ist. Der Mittelfeldspieler selbst will nun den ganz großen Erfolg. 

In den letzten beiden Spielzeiten konnten sich die Wolfsburger nur knapp über die Relegation in der Bundesliga halten. Wenn es dabei um Verantwortung ging, duckten sich die meisten Akteure weg. Dazu äußerte sich auch Guilavogui, der mittlerweile der unangefochtene Leader bei den Niedersachsen ist. „Ich bin der Kapitän, aber wir haben viele Leader“, so der Mittelfeldspieler, der damit unter anderem auf Stürmer Wout Weghorst anspielt, der nicht nur mit seinen Toren überzeugen kann: „Es ist Wahnsinn, wie er läuft und arbeitet für die Mannschaft.“

Bei den Wolfsburgern gibt es trotzdem weiter Aufs und Abs. Am Wochenende gelang gegen die TSG 1899 Hoffenheim mit dem 4:1 ein echter Bigpoint im Rennen um Europa. „Wir sind mehr gelaufen, hatten mehr Ballbesitz, haben mehr Zweikämpfe gewonnen. Das ist unsere DNA“, so Guilavogui stolz, der nun mit seinen Wölfen nach zwei Jahren im Abstiegskampf wieder den Sprung ins internationale Geschäft schaffen will: „Den Schritt, den wir gegen Frankfurt nicht gemacht haben, haben wir jetzt gemacht. Unser Wille und unsere Leidenschaft waren unglaublich. Jetzt müssen wir gegen Nürnberg, Stuttgart und Augsburg gewinnen, dann haben wir eine große Chance, uns für die Europa League zu qualifizieren und vielleicht noch mehr.“ Mit 5 Punkten Rückstand auf Platz 4 haben die Wölfe durchaus noch Chancen auf die Champions League. “Wir müssen immer hoch und weit gucken“, so Guilavogui: „Wir müssen die letzten drei Spiele gewinnen, dann werden wir sehen, wo wir landen. Wir sind Jäger, wir haben keinen Druck.“

Dabei haben die Wolfsburger aktuell mit akuten Personalproblemen zu kämpfen. So fallen unter anderem Casteels, Brooks, Roussillon und Ginczek weiter aus und dennoch konnte man die starken Hoffenheimer in ihre Schranken weisen: „Wir wissen, wie wir spielen. Jeder Spieler weiß, was er zu tun hat. Das ist gut für den Kader. Jeder ist gefragt, jeder ist wichtig“, so Guilavogui. Die Chancen, dass der Franzose in Wolfsburg bleibt, würden natürlich bei einer Qualifikation für das internationale Geschäft steigen. Er hat allerdings eine Ausstiegsklausel in seinem Vertrag und unter anderem soll Benfica Lissabon schon wieder starkes Interesse bekundet haben. „Wolfsburg ist mein erster Ansprechpartner. Ich weiß, was der Verein für mich und meine Familie gemacht hat“, so der Kapitän, der sich in Gesprächen über eine Verlängerung des Vertrags über 2020 hinaus befindet.

Kategorie: Bundesliga, News Tags: ,
 
 

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