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Bremen: Moisander fit wie nie

Niklas Moisander ist bei den Bremern eine der ganz großen Konstanten in dieser Saison. Er stärkt seine Mitspieler und schafft es immer wieder in Topform zu bleiben, obwohl er nicht mehr der Jüngste ist. Zuletzt verblüffte er damit auch einen Doping-Kontrolleur. 

Niklas Moisander kam im Sommer 2016 vom italienischen Erstligisten Sampdoria Genua (22 Serie-A-Einsätze) zu den Bremern. Damals hatte wohl kaum jemand auf dem Zettel, wie wichtig der Finne in kurzer Zeit werden würde. Mittlerweile hat er aber auch den letzten Kritiker überzeugt. In seinen 79 Ligaspielen ist er unangefochten gesetzt und hat auch in der aktuellen Saison großen Anteil am Erfolg der Werderaner. Der ehemalige finnische Nationalspieler ist auch bei seinem Trainer Florian Kohfeldt sehr beliebt, was sich auch beim 3:1 gegen Leverkusen zuletzt wieder bemerkbar machte: „Er stabilisiert, organisiert, redet und macht seine Mitspieler besser“, so der Coach. 

Dabei scheint es sogar egal zu sein, wer in der Innenverteidigung den Platz neben ihm einnimmt. Nach der Winterpause war zunächst Sebastian Langkamp als Partner gesetzt, bevor Milos Veljkovic sich durchsetzen konnte. Zwischenzeitlich bekam aber auch Youngster Marco Friedl die eine oder andere Chance. In der Rückrunde hat alles Früchte getragen, denn die Bremer sind seit mittlerweile 10 Spielen ungeschlagen und konnten im DFB-Pokal erst die Dortmunder und jüngst die Schalker rauswerfen. Doch wie hat es der Finne mit mittlerweile 33 Jahren noch einmal geschafft, sein Spiel auf ein neues Level zu heben? 

„Als ich jung war, hatte ich es erst nicht geschafft, bei Ajax in die erste Mannschaft zu kommen“, so Moisander, der sich aber über eine Station beim Zweitligisten Zwolle für ein Engagement beim niederländischen Spitzenteam von Alkmaar empfehlen konnte, wo er unter Trainer Louis van Gaal den Durchbruch schaffte und die erste Meisterschaft des Klubs seit 28 Jahren feiern konnte. Amsterdam holte den Finnen letztendlich zurück und holte die bis dahin letzten Meisterschaften 2013 und 2014. Nachdem seine Zeit in Italien von kleineren Verletzungen und einer längeren Sprunggeleunkssache sabotiert wurde, schlugen die Bremer zu. „Ich wollte es mir selber und anderen beweisen, dass ich in der Bundesliga oder einer anderen großen Liga spielen kann – das habe ich jetzt ganz gut geschafft. Ich versuche, jedes Spiel maximal zu genießen und das geht hier leicht“, so Moisander, der an der Weser nun den DFB-Pokal gewinnen und den Einzug in die Europa League feiern will. „Europa ist die richtige Zielsetzung“, so der Verteidiger im Januar. 

Mit der erstklassigen Offensive rund um Max Kruse und Milot Rashica und natürlich dem Abwehrchef Moisander ist das alles andere als unrealistisch. Wie fit der 33-Jährige ist, wunderte zuletzt sogar einen Doping-Kontrolleur. „Der Kontrolleur meinte: ‚Nein, das kann nicht wahr sein, du kannst nicht so alt sein!‘“, so der Finne mit einem Grinsen im Gesicht.

Kategorie: Bundesliga, News Tags: ,
 
 

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