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Stuttgart: Sosa gegen Weinzierl

Bei den Stuttgartern spielt Borna Sosa derzeit keine wirklich große Rolle. Der Kroate bringt es gerade mal auf 8 Einsätze. Er selbst kann seine Situation nicht wirklich nachvollziehen, sodass er nun seinem Frust freien Lauf ließ. Er beklagte sich energisch und ließ sich auch ein paar Seitenhiebe gegen den Trainer nicht nehmen. 

Sosa ist aktuell bei der U21 der Kroaten unterwegs, die in Italien ein Testländerspiel absolvieren werden. Für ihn ist es die Möglichkeit, seinen derzeit tristen Vereinsalltag zu vergessen. „Das hier ist eine mentale Wiedergeburt“, so der Außenverteidiger gegenüber der Zeitung „Sportske Novosti“, um sich dann ausführlich zu seiner Situation beim VfB zu äußern. Er bringt es seit seinem Wechsel im Sommer gerade einmal auf 8 Einsätze. In der Rückrunde waren es drei Spiele – bei der Pleite in München und in Leipzig wurde er nur für einen Kurzeinsatz eingewechselt, als eigentlich schon alles gelaufen war. Nur am 18. Spieltag beim 2:3 gegen Mainz durfte er von Beginn an ran, wurde aber wegen einer schwachen Leistung schon zur Halbzeit ausgewechselt. 

Die Frage nach seiner Zukunft konnte der Verteidiger noch nicht klar beantworten. „Ich weiß es nicht“, so der 21-Jährige und betonte gleichzeitig, dass er „völlig gesund“ sei: „Von daher kann ich es nicht verstehen, warum ich auf der Tribüne sitze. Viele Leute fragen mich danach, können es sich nicht erklären – und ich kann es mir auch nicht erklären.“ So geht er davon aus, dass er seit dem Trainerwechsel von Tayfun Korkut zu Markus Weinzierl einfach keine Rolle mehr spielt. „Natürlich frage ich mich, warum das so ist. Im Training läuft es super“, so Sosa, der auch darauf anspielte, dass junge Spieler in Stuttgart wohl weniger Chancen erhalten. Danach kann man allerdings nicht gehen, wenn man sich die Spielzeiten von Spielern wie Nicolas Gonzalez, Winter-Neuzugang Ozan Kabak oder Benjamin Pavard anschaut, die alle samt jünger als 22 sind. 

„Für mich ist es seltsam, definitiv seltsam. Stuttgart hat Pablo Maffeo und mich geholt. Sie haben insgesamt für uns zwei 18 Millionen Euro bezahlt und keiner von uns beiden spielt. Wenn Stuttgart um die Champions League spielen würde, dann würde ich ‚OK‘ sagen, aber wir sind 16. der Tabelle – und nichts ändert sich“, so der Youngster, der damit klar seinen Trainer Markus Weinzierl kritisiert, dem er auch eine mangelnde Kommunikation vorwirft: „Im Training sagt er mir immer ‚bravo Borna, super Borna, sehr gut‘. Wenn dann aber das Spiel ansteht, gibt es keinen Borna.“ Fakt ist aber auch, dass er seine eigene Einstellung hinterfragen muss, denn er hatte hier und da auch seine Chancen, um sich zu zeigen, wie z.B. beim Auftakt der Rückrunde im Spiel gegen die Mainzer. Seine Leistung war allerdings so schlecht, dass er vom kicker mit der Note 6 abgemahnt wurde. 

Im Nachhinein kam dann heraus, dass er für den tiefen Rasen die falschen Schuhe angezogen hatte, was man schon auf mangelnde Professionalität schieben kann. Doch auch unabhängig davon ist Sosa mit seiner Situation nicht zufrieden. „Kein Spieler könnte sich damit abfinden. Das würde bedeuten, dass ich keine Ambitionen habe. Ich kann nicht glücklich und zufrieden sein“, so der 21-Jährige und ergänzte: „Es ist schade. Ich kann es nicht beeinflussen, ob ich spiele. Von meiner Seite ist alles getan, ich gebe im Training immer alles, der Coach hat keine Einwände, aber im Spiel gibt es mich dann nicht. Wir werden sehen, wie sich die Dinge weiter entwickeln werden. Dann werden wir gemeinsam einige Entscheidungen treffen.“

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