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Hannover: Die Standard-Statistik

Die Hannoveraner haben durch das 1:3 am Samstag in Augsburg einen weiteren Tiefpunkt in der Saison erreicht. Das Team hat nun schon den 10. Gegentreffer nach einem Eckball hinnehmen müssen. Vor allem der Manager ist über diese Statistik sehr verärgert.

Es war natürlich etwas kurios, denn die Hannoveraner waren in Führung und drauf und dran, das vorentscheidende 2:0 gegen die Augsburger zu erzielen. „Aber wir kriegen Tore wieder über Standardsituationen, und das zieht sich wie ein roter Faden“, so Horst Heldt auch nach Hannovers 1:3 in Augsburg, der vor allem die eklatanten Abwehrschwächen dafür verantwortlich machte: „Nicht zum ersten Mal, nicht mehr ertragbar. So viele Tore über Standards“, so der Manager, der natürlich auch die Statistiken rund um die ruhenden Bälle beim Tabellenvorletzten kennt.

Die Hannoveraner haben mittlerweile schon 21 ihrer insgesamt 61 Gegentreffer nach ruhenden Bällen kassiert. Dabei sind in erster Linie die fehlende Zuordnung, schlechte Konzentration und schlechtes Zweikampfverhalten die ausschlaggebenden Gründe. Durch den 1:1-Ausgleich der Augsburger fiel nun eine traurige Höchstmarke. Es war bereits das 10. Gegentor noch einem Eckball. Eine zweistellige Statistik hat in der Bundesliga noch keine Mannschaft einstecken müssen. Hinzu kommt noch, dass die Hannoveraner in den letzten 5 Spielen immer mindestens 3 Gegentore bekommen haben. In ihrer Geschichte ist das den Niedersachsen erst ein einziges Mal passiert und das in der Abstiegssaison 1985/86, als es ebenfalls 5 Spiele am Stück mit mindestens 3 Gegentoren waren. Sollte es noch einmal passieren, wäre das ein komplett neuer Negativrekord.

Hendrik Weydandt fand trotzdem auch noch positive Ansätze: „Mit der zweiten Halbzeit von Leverkusen und der ersten von heute gewinnt man Spiele“, so der Schütze zur 1:0-Führung in Augsburg: „In der ersten Halbzeit wäre es uns nicht passiert, dass wir so viele Standards zugelassen hätten und wir so in die eigene Hälfte zurückgedrückt werden.“ Am Ende herrschte dann aber wieder einmal der Frust. „Es sind immer noch viele Punkte zu verteilen, wir müssen natürlich anfangen, zu punkten“, so Manager Horst Heldt, der die Hoffnung aber noch nicht aufgegeben hat: „Klar, wir müssen auf die anderen schauen, gleichzeitig aber auch selbst unsere Hausaufgaben machen. Und da wäre es einfach einmal klug, keine Standardgegentore zu bekommen.“

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