0

Düsseldorf: Funkelt Krawatte

Die Düsseldorfer konnten die Niederlage gegen die Frankfurter schnell abhaken. Nach dem 1:7 in der Hinrunde konnte man den Schaden beim 0:3 diesmal klein halten, doch nach der Partie gab es dann doch noch weiteren Gesprächsstoff. Fortunas Trainer Friedhelm Funkel ist zwischenzeitlich fast auf der Tribüne gelandet. Unter anderem ging es dabei um einen Elfmeter, der nicht gegeben wurde, aber auch um die Sorgen rund um Stürmer Dawid Kownacki, der im Spiel gegen Wolfsburg auf jeden Fall fehlen wird.

Matthias Sammer konnte als Eurosport-Experte im TV die Reaktion von Funkel verstehen. Nach dem Spiel äußerte sich der Trainer darüber, dass der Schiedsrichter sich sogar beim ihm entschuldigt habe, nachdem er durch einen zu frühen Pfiff den Düsseldorfern die Chance auf den potenziellen Führungstreffer genommen hatte. „Fünf Mal sind wir in dieser Saison schon benachteiligt worden im Zusammenhang mit einem Videobeweis, das geht schon nicht mehr auf die berühmte Kuhhaut“, so Funkel.

Unter anderem ging es auch um einen Handelfmeter, der von Martin Hinteregger verursacht, dann aber nach Studie der Videobeweisbilder wieder zurückgenommen wurde. „Bei uns gab es in ähnlicher Situation in Mönchengladbach einen Elfmeter gegen uns, als Kaan Ayhan quasi angeschossen wurde“, so Funkel über die Entscheidung von Schiedsrichter Hartmann, der den Trainer während der Partie mehrfach ermahnt und fast auf die Tribüne geschickt hätte: „Dafür kommt der extra 100 Meter gelaufen, weil ich Beifall geklatscht habe“, so Funkel verärgert, der damit auch der Meinung seines Stürmers Rouwen Hennings entsprach: „Die wurschteln sich das mit ihren Entscheidungen im Keller auch immer irgendwie zurecht“, so der Angreifer.

Bei aller Kritik wollte Funkel dann aber dennoch nicht vergessen, dass die Düsseldorfer insgesamt kein gutes Spiel gezeigt haben und in der Offensive viel zu uninspiriert zu Werk gegangen sind. „Die Niederlage ist zwar zu hoch ausgefallen, aber uns hat diesmal die Durchschlagskraft gefehlt“, so auch Routinier Oliver Fink: „Von der Leidenschaft her war das okay, aber nach vorne klappte diesmal wenig. Aber auch das wird uns nicht umwerfen.“ Eine kuriose Szene war der von Hartmann gepfiffene Handelfmeter, der dann aber doch wieder zurückgenommen wurde. Dabei kam es während der Analyse noch zu einem internen Problem der Düsseldorfer, denn Dodi Lukebakio schnappte sich den Ball und ging damit zum Punkt. „Ich weiß nicht, ob ich in einer Besprechung irgendwas verpasst habe, aber ich bin davon ausgegangen, dass ich der Elfmeterschütze bin“, so Hennings hinterher sauer. Funkel dagegen hat darüber eine andere Ansicht: „Hennings und Lukebakio sind beide als Schützen vorgesehen, Dodi hat die letzten drei ja eiskalt verwandelt, deshalb war das in Ordnung, dass er sich den Ball geschnappt hat.“

Hennings hatte allgemein einen schlechten Abend gegen gut verteidigende Frankfurter. Dabei kam er schon in der Anfangsphase für den verletzten Dawid Kownacki in die Partie, bei dem derweil eine genaue Diagnose noch aussteht. Die Düsseldorfer gehen jedoch zumindest von einem Faserriss aus, sodass man damit rechnen muss, dass er am kommenden Samstag im Spiel gegen die Wolfsburger auf jeden Fall fehlen wird. 

Kategorie: Bundesliga, News Tags: ,
 
 

Ähnliche Artikel

Antwort hinterlassen

Antwort eintragen
© 2019 Soccer-Fans.de. All rights reserved.