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Hoffenheim: Rekordmann Kramaric

Eigentlich hätte man Andrej Kramaric einen weiteren Scorerpunkt zuschreiben können, denn mit seinem Schuss erzwang er den berechtigten Handelfmeter, den der Kroate dann auch noch selbst verwandeln konnte. Für ihn war es schon der 5. Elfmeter in der laufenden Saison und allesamt konnte er einschieben. Auch in der Königsklasse war er im Spiel gegen Manchester City vom Punkt erfolgreich. 

Auch den ersten Strafstoß der Partie gegen Nürnberg hätte Kramaric wohl mit Kusshand genommen, stand sogar schon mit dem Ball am Punkt, doch dann nahm Schiedsrichter Christian Dingert seine Entscheidung zurück, nachdem er vom Videoschiri auf eine Schwalbe hingewiesen wurde. „Von einer klassischen Schwalbe würde ich da nicht sprechen“, so TSG-Trainer Julian Nagelmann, „er sieht das lange Bein und geht ein bisschen früh runter.“ Für Kramaric wäre es nur ausgleichende Gerechtigkeit gewesen, denn gerade er wurde in dieser Saison schon öfter im Sechzehner gefoult, ohne dass es einen Strafstoß gab. 

Auch im Spiel gegen die Nürnberger war der Kroate fast an jeder gefährlichen Szene der TSG beteiligt. Ob als Schütze, mit starken Dribblings oder Vorbereiter – im Moment macht Kramaric den Unterschied, auch wenn ihm natürlich nicht immer alles gelingen kann. Unter anderem glänzte er mit einem starken Pass auf Nico Schulz, der per Flanke Pavel Kaderabek bediente, der in seinem 100. Ligaspiel eigentlich den vorentscheidenden Treffer zum 2:0 hätte markieren müssen. „Er hat seinen Job gut erledigt“, so Nagelsmann eher nüchtern über die Leistung seines Schützlings, der auch das 2:1 und damit den Sieg mit seiner Hacke klarmachen konnte. Es waren bereits die Saisontreffer 11 und 12 für den Stürmer. Insgesamt hat er seit seinem Wechsel von Leicester City zur TSG 45 Mal in der Liga getroffen. Damit ist er seinem persönlichen nächsten Ziel wieder einen Schritt näher gerückt: „Ich möchte der beste Torjäger der TSG-Geschichte werden“, so der Vizeweltmeister im aktuellen Vereinsmagazin. Schon am kommenden Samstag könnte das gegen den VfB Stuttgart passieren, denn Kramaric liegt mittlerweile nur noch einen Treffer hinter dem bisherigen Rekordschützen Sejad Salihovic.

In der Rangliste der Topscorer hat er sich mit seinem Doppelpack derweil mit 67 Punkten an Roberto Firmino vorbeigeschoben (71). Der nächste hier wäre auf Rang 2 Kevin Volland mit 71 Scorerpunkten, was wohl in dieser Saison auch noch machbar sein sollte. Führender in dieser Liste ist ebenfalls Sejad Salihovic, der mit 78 Punkten aber noch etwas weiter weg ist. In allen Wettbewerben ist Kramaric bei der TSG in dieser Saison wieder der beste Scorer, denn mit 20 Punkten (14 BL, 6 CL) liegt der Kroate mittlerweile auch wieder einen vor Joelinton (13 BL, 2 CL, 4 Pokal). Bei aller Freude haben solche Statistiken dann doch nur einen nachgelagerten Wert für alle Beteiligten. „Ich will mit der TSG wieder nach Europa, das ist das Wichtigste“, so Kramaric, der nach dem Sieg gegen Nürnberg „ist in Sachen Europa League noch alles möglich“. 

Kategorie: Bundesliga, News Tags: ,
 
 

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