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Wolfsburg: Zurück nach Europa?

Die Wolfsburger trennt im Moment nur ein mickriger Punkt von dem 6. Tabellenplatz, der für die Qualifikation zur Europa League berechtigen würde. Ist es nun 10 Spieltag vor dem Ende der Saison an der Zeit, ein neues Ziel auszurufen, nachdem man damit in der Hinrunde noch nicht rausrücken wollte? Trainer Bruno Labbadia sagte zumindest noch nicht deutlich, dass er unbedingt in den Europapokal will, allerdings würde er sich dagegen natürlich auch nicht wehren. 

Es war der 12. April 2016, als sich die Wölfe mit einem 0:3 gegen Real Madrid aus dem Viertelfinale der Champions League verabschiedeten. Gleichzeitig war es auch der bisher letzte Auftritt des VfL auf internationaler Ebene. Aktuell stehen mit Maximilian Arnold und Josuha Guilavogui nur zwei Profis im Kader, die damals in der Startelf standen. Koen Casteels und Robin Knoche waren zwar dabei, saßen jedoch nur auf der Bank. Die Niedersachsen konnten das Hinspiel gegen die Königlichen überraschend mit 2:0 gewinnen, doch dann schickte Cristiano Ronaldo sie mit einem Dreierpack im Rückspiel wieder nach Hause. 

In der Folge ging es für die Wölfe sportlich gesehen eigentlich nur noch steil bergab. Nach Jahren im Abstiegskampf schickt man sich nun an, wieder den Sprung nach Europa zu wagen. Bei derzeit 4 Punkten Rückstand auf die Gladbacher ist sogar die Teilnahme an der Champions League alles andere als utopisch. Wollen die Wölfe nun ihr Saisonziel auf den neusten Stand bringen? Eigentlich war vor der Saison der Plan, nach zwei Jahren inklusive Relegation endlich wieder etwas Ruhe ins Umfeld zu bringen. Vor allem im aktuellen Kalenderjahr geht es aber deutlich weiter nach oben, as man es vor einigen Monaten noch zu träumen gewagt hätte. Die Verantwortlichen verfallen nun aber nicht in vorzeitige Euphorie: „Wir sind nicht in der Position, dass wir den Mund zu voll nehmen“, so Bruno Labbadia, der aber wie alle Beteiligten auch seine Chance wittert: „Wir verstecken uns nicht, wir wollen das Optimum herausholen. Bislang gelingt uns das gut. Wenn wir das bis zum Ende der Saison hinbekommen, wird das auch für uns spannend. Es ist schön, dass wir dabei sind.“

Die Wölfe sind wieder im Rennen um die internationalen Geldtöpfe, allerdings ist die Konkurrenz nicht zu verachten. Die Frankfurter auf Platz 5 schwimmen gefühlt schon die komplette Saison auf der Erfolgswelle und die Werkself aus Leverkusen, mit denen man aktuell gleich auf liegt, sind unter ihrem neuen Trainer Peter Bosz ebenfalls im Aufwind. Hinterdran lauern auch noch die Hertha, Hoffenheim und Bremen. „Wir haben wahnsinnig gute Mitstreiter um uns herum“, so Labbadia über die Konkurrenz, doch wenn der VfL sich am Ende behaupten kann, werden das alle unterschreiben: „Wir wehren uns nicht.“

Kategorie: Bundesliga, News Tags: 
 
 

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