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Hannover: Walace mit Startelf-Garantie

Bei den Hannoveranern kann es in diesen Tagen ganz schnell. Beim 1:5 gegen die Stuttgarter am letzten Wochenende musste Walace über die kompletten 90 Minuten von der Bank aus zuschauen, aber für das kommende Spiel gegen die Leverkusener hat der Brasilianer von seinem Trainer Thomas Doll bereits eine Startelf-Garantie bekommen. 

„Walace hat in dieser Woche großartig trainiert. Er wird gegen Leverkusen von Anfang an auflaufen“, so Doll: „Ich habe da gar keine Bedenken. Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, wo er der Mannschaft auch wieder helfen kann.“ Der Brasilianer ist nun also der große Hoffnungsträger für das Spiel gegen die Werkself. Das ist durchaus gewagt, denn seit der Winterpause hat dieser wie die meisten in der Mannschaft komplett den Faden verloren, obwohl er in der Hinrunde noch als einziger Neuzugang halbwegs überzeugen konnte und sogar in die Nationalelf berufen wurde. „Er hatte nach dem Winterurlaub keine Form und dann ist es ganz normal, wenn ein Spieler auch mal eine Trainingswoche oder auch zwei Wochen länger braucht. Aber bei mir wird kein Spieler abgeschrieben. Das war noch nie meine Arbeitsweise“, so Doll.

Zusammen mit seinem Landsmann Felipe war Walace der einzige Profi, der vom ehemaligen Trainer Andre Breitenreiter über Weihnachten und Silvester Heimaturlaub genehmigt bekam. Der Rest musste schon am 28. Dezember wieder das Training aufnehmen. Dieser Urlaub scheint den Kicker aber dann final aus dem Konzept gebracht zu haben. „Nach dem Urlaub kam bei ihm ein kleines Break, das nicht wirklich erklärbar ist. Er ist nicht so in die Rückrunde gestartet, wie wir das erwartet haben“, so 96-Manager Horst Heldt. Am kommenden Sonntag soll Walace nun zeigen, dass er sein Formtief überwunden hat und dass er sich wieder in der Startelf festsetzen kann. Das in erster Linie aber auch wegen mangelnder Alternativen im defensiven Mittelfeld. 

Walace kam im vergangenen Sommer für rund 6 Millionen Euro vom HSV zu den Niedersachsen. Beim vermeintlichen Absteiger hofft man, dass man den 23-Jährigen im Sommer gewinnbringend verkaufen kann. 30 Millionen Euro erhofft man sich, allerdings dürfte das wohl eher utopisch sein, vor allem weil gerade Präsident Martin Kind zuletzt seine eigenen Profis in Grund und Boden geredet hat. „Walace ist ein Spieler mit außerordentlicher Qualität. Aber er ist auch nur ein Mensch und keine Maschine. Man muss auch einkalkulieren, dass es im Fußballer-Leben auch mal weniger gute Phasen gibt“, so Heldt: „Er hat unser Vertrauen und wird uns in den letzten zehn Spielen noch wertvolle Dienste leisten können.“

Kategorie: Bundesliga, News Tags: ,
 
 

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