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Leverkusen: Bender kommt zurück

Am 19. Spieltag zog sich Lars Bender einen Faserriss im Oberschenkel zu. Heute will der Kapitän der Werkself wieder mit dem Mannschaftstraining beginnen. Der 29-Jährige warnte nun schon vor dem nächsten Gegner Hannover 96, obwohl die abstiegsbedrohten Niedersachsen nach dem 1:5 gegen Stuttgart natürlich heftig angeschlagen sind. Die Werkself darf jedoch keinen Gegner unterschätzen, da man sich im Rennen um die internationalen Startplätze keinen Patzer erlauben darf. 

Gestern konnte er nur eine kurze individuelle Einheit absolvieren, doch schon heute will Lars Bender wieder voll angreifen. „Der Plan ist es, ab morgen ganz normal mit der Mannschaft zu trainieren und Richtung Wochenende so zu arbeiten, dass ich im Kader bin“, so Leverkusens Kapitän, der länger ausgefallen ist, als man zunächst annehmen konnte. Nach seinem Muskelfaserriss im Januar hatte er noch mit Nebenwirkungen zu kämpfen: „Es hat alles noch ein bisschen gehakt. Es sind ein paar andere Probleme mit aufgetreten. Deswegen sind wir am Wochenende auch gar kein Risiko eingegangen. Ich habe vielleicht auch wieder ein paar Prozent zu viel gepusht.“

In Hannover will er Kämpfer nun sein Comeback feiern. Vor dem Spiel beim Tabellenvorletzten warnte er wie gewohnt vor zu viel Sicherheit: „Solche Spiele sind immer gefährlich. Ich hätte mir gewünscht, dass Hannover am Wochenende nicht so auf die Mütze gekriegt hätte. Weil so immer auch eine gewisse Form von Wut dabei ist. Und entsprechend werden sie in das Spiel reingehen – und wahrscheinlich über sich hinauswachsen“, so Bender, der dann davon ausgeht, dass Bayer den Dreier einfahren wird: „Wenn wir es so seriös und so zielgerichtet angehen wie in den letzten Wochen, dann werden wir gewinnen. Und das müssen wir auch machen, wenn wir unsere Ziele erreichen wollen.“ Er spricht es nicht klar aus, allerdings ist wohl klar, dass man bei Bayer längst wieder da Ziel Champions League ausgerufen hat. Grund dafür ist die gute Phase nach dem Amtsantritt von Trainer Peter Bosz, nachdem man die Hinrunde mehr oder weniger in den Sand gesetzt hat. „Wir hatten schon nach dem ersten Rückrundenspiel das Gefühl, dass es in diese Richtung gehen kann“, so Bender, obwohl man damals mit 0:1 gegen die Gladbacher verloren hat. 

Zumindest in der Liga geht es seit dem Trainerwechsel stark bergauf. Gleichzeitig ist Leverkusen aber auch enttäuschend aus dem DFB-Pokal (bei Zweitligist Heidenheim) und der Europa League (gegen FK Krasnodar) ausgeschieden, obwohl man sich in beiden Wettbewerben durchaus mehr erhofft hatte. „In beiden Wettbewerben wäre viel möglich gewesen“, so Bender über die vergebenen Chancen, doch gleichzeitig ist das auch die Chance, sich nun voll und ganz auf die Liga zu konzentrieren: „Das darf man so nicht sagen. Jetzt können wir uns immer eine Woche auf jeden Gegner vorbereiten. Das tut der Mannschaft gut. Und wir kriegen Zeit zum Regenerieren. Der Fußball, den wir spielen, ist natürlich strapaziös. Da ist das sicher nicht von Nachteil.“ 

Kategorie: Bundesliga, News Tags: ,
 
 

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