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Dortmund: Delaney zieht Bilanz

Im letzten Sommer kam Thomas Delaney von den Bremern zur Borussia aus Dortmund. Hier konnte er sich auf Anhieb in der Startformation etablieren und machte bisher 19 Ligaspiele für den BVB. Der Däne zog nach einem guten halben Jahr nun die erste persönliche Bilanz. Dabei sprach er nicht nur über die sportlichen Ziele sondern auch über seine derzeitige Rolle in der Mannschaft und warum Marco Reus so wichtig für die Schwarz-Gelben ist. 

„Er ist ein Leader, technisch und taktisch. Man kann ihn nicht ersetzen. Wenn er da ist, dann haben wir einen klaren Weg vor uns, weil wir wissen, dass er uns führt“, so Delaney über Reus, dessen Bedeutung aber auch eine gewisse Gefahr für den Verein hat, denn ähnlich wie auch Messi beim FC Barcelona hat die Truppe ein Problem, wenn er einmal nicht mit von der Partie ist. Gerade in den letzten Wochen konnte man das in Dortmund ganz genau beobachten. Matthias Sammer sieht das derweil ganz ähnlich. „In der aktuellen Struktur von Borussia Dortmund, wenn sie diesen Spielertypus im offensiven Bereich verlieren, haben sie keinen spielerischen Ersatz. Er ist zudem Kapitän und hat in seiner Persönlichkeit eine Entwicklung genommen, die man ihm gar nicht zugetraut hätte. Deshalb ist er für diese Mannschaft elementar wichtig“, so der frühere BVB-Verteidiger. 

Umso besser ist es natürlich, wenn Raus dann wie jetzt gerade wieder einsatzbereit ist. Der 29-Jährige hat seinen Muskelfaserriss auskuriert und steht nun vor einem Comeback. Zu früh will man beim BVB aber auch kein Risiko eingehen. „Wir müssen vernünftig sein“, so Coach Lucien Favre, der nicht riskieren will, dass sein Dreh- und Angelpunkt in der Offensive noch länger ausfällt. Ob mit oder ohne Reus – die Dortmunder müssen gegen Augsburg auf jeden Fall wieder 3 Punkte einfahren, wenn man den nächsten Schritt in Richtung Meisterschaft machen will, denn immerhin sind die Bayern ihnen in den letzten Wochen ziemlich auf die Pelle gerückt. 

Die Meisterschale wollen sie am Ende natürlich alle, doch Delaney wäre mit der Saison selbst dann zufrieden, wenn es mit dem Titel nichts wird. „Wir haben es dieses Jahr gut gemacht, keiner im Verein hat das erwartet“, so der 26-Jährige und gab sich durchaus selbstbewusst: „Es muss immer das Ziel von Dortmund sein, um die Spitze mitzuspielen.“ Der Sechser weiß natürlich auch, dass es beim BVB eine ganz andere Erwartungshaltung gibt, als es noch bei den Bremern der Fall war: “Es gefällt mir, hier mit Druck und Erwartungen umzugehen. Es ist ein anderes Niveau als in Bremen und Kopenhagen. Die Mitspieler sind top.“ Fakt ist auch, dass er sich im Mittelfeld mit dem ebenfalls neu gekommenen Axel Witsel sehr gut versteht und ergänzt: „Wir sind unterschiedliche Spielertypen, aber wir können ähnliche Dinge. Axel ist mehr wie Marco Reus – ein Leader mit dem Ball. Ich bin mehr der Leader, der pusht, redet und grätscht“, so der Däne: „Es kommt vor, dass ich schlechte Spiele abliefere. Aber eines muss da sein und das ist Mentalität. Das ist das Mindeste, was ich von mir selbst erwarte.“

Kategorie: Bundesliga, News Tags: ,
 
 

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