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Wolfsburg: Labbadias stilles Aus?

Aktuell stellt sich in Wolfsburg jeder die Frage, wer den VfL nach dieser Saison trainieren wird. Kann und wird es mit Bruno Labbadia weitergehen? So wie es derzeit aussieht, stehen die Zeichen war auf Trennung. Das hat gleich mehrere Gründe.

Den groben Termin hatte man schon im vergangenen Sommer festgelegt. Bruno Labbadia startete bereits mit einem auslaufenden Vertrag in die aktuelle Saison. Das ist nicht wirklich Gang und Gäbe, allerdings auch kein Problem für den Übungsleiter des VfL: „Ich bin entspannt damit“, so der Coach damals im Interview: „Es gibt aus meiner Sicht keine Notwendigkeit, sich vor dem Frühjahr zusammenzusetzen.“ Auch Jörg Schmadtke schloss sich mit seinen Äußerungen der Meinung seines Trainers an: „Früher“, so der Geschäftsführer, „wurden auslaufende Verträge im Frühjahr verlängert. Ich verspüre da bei uns keine Unruhe.“ Es ist aber auch kein Wunder, dass die Fragen nach Labbadia sich aktuell häufen, vor allem, nachdem er die krisengebeutelten Wölfe mittlerweile schon auf den 5. Platz in der Tabelle geführt hat.

Bei solchen Voraussetzungen sollte die Verlängerung eines Vertrags eigentlich nur Formsache sein, doch in Wolfsburg sieht es derzeit komplett anders aus. Laut aktueller Informationen stehen die Zeichen klar auf Trennung nach dieser Saison. Bisher haben noch immer keine Gespräche zwischen den Verantwortlichen stattgefunden. Beide Seiten meiden den Kontakt, sodass man davon ausgehen kann, dass erst in der nächsten Länderspielpause Ende März gesprochen wird. Von Euphorie ist in diesen Tagen nicht viel zu hören. Schmadtke betonte, dass das Ergebnis völlig offen sei, während Labbadia den Umstand genießt, im Grunde selbst entscheiden zu können.

Die beiden mussten sich erst einmal kennenlernen, doch so wie es den Anschein macht, haben Schmadtke und Labbadia bisher einfach noch keinen guten Draht zueinander gefunden. Dazwischen fungiert Sportdirektor Marcel Schäfer als Bindeglied. Labbadia hatte hier und da vor allem in Sachen Transferabstimmung schon durchsickern lassen, dass es an der Kommunikation etwas hängt, nachdem er einen Plan vorgelegt hatte, wie er sich die kommende Transferperiode vorstellen könnte. „Dadurch, dass keine Rückmeldung kam, war es etwas eigenartig. Irgendwann haben wir das Gespräch gehabt“, so Labbadia über Schmadtkes Vorhaben, der aufgrund des aktuellen Budgets keine weiteren Transfers tätigen wollte: „Da war es für mich wesentlich verständlicher. Man muss es akzeptieren. Oder auch nicht. Das ist eine Sache, die man selber entscheiden muss.“

In Wolfsburg selbst fühlt sich Labbadia laut eigener Aussagen wohl. „Ich empfinde ein gutes Arbeiten hier. Aber es spielen noch ein paar andere Sachen eine Rolle“, so der Coach, der sich nicht über seine weitere Zukunft äußern wollte. Zuletzt wurde er dann aber schon mit dem FC Schalke in Verbindung gebracht, während die Wolfsburger wohl schon mit Salzburgs Marco Rose gesprochen haben, der aber auch in Hoffenheim hoch im Kurs steht. Entschieden ist jedoch noch nichts und daran wird sich wohl auch in den nächsten Wochen noch nicht viel ändern.

Kategorie: Bundesliga, News Tags: ,
 
 

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