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Stuttgart: Hitzelsperger übernimmt

Gestern ging dann alles ganz schnell. Die Stuttgarter trennten sich in einem Schwung von Sportverstand Michael Reschke und stellten Thomas Hitzelsperger an seiner Stelle ein. Der ehemalige Mittelfeldspieler, der unter anderem mit dem VfB 2007 Meister werden konnte, kündigte schon bei seiner Vorstellung an, „alles für den Klassenerhalt zu tun“. Zudem nutzte er die Gunst der Stunde, seinem Trainer Markus Weinzierl den Rücken zu stärken. Allerdings vermied auch er ein klares Bekenntnis zum Coach. 

„Das Wichtigste für mich ist, für den Trainer da zu sein“, so Hitzlsperger auf dem Podium neben VfB-Präsident Wolfang Dietrich und betonte weiter: „Mein Draht zu Markus Weinzierl ist wirklich sehr, sehr gut.“ Dabei verzichtete er aber dennoch auf eine Jobgarantie, die über das kommende Spiel gegen RB Leipzig hinausgeht. Ein Zeichen? „Ich werde den Teufel tun, ich kann ihnen gar keinen konkreten Zeitpunkt nennen“, so der ehemalige Nationalspieler über die Zusammenarbeit mit Markus Weinzierl: „Ich werde alles dafür tun, solange, wie ich spüre, dass es sinnvoll ist. Das geht hoffentlich eine lange Zeit.“

Immerhin bekommt Hitzelsperger selbst genug Zeit geräumt, um etwas aufzubauen, denn er hat einen Kontrakt über die kommenden dreieinhalb Jahre unterschrieben. „Mit Hitzlsperger haben wir einen Fachmann gewonnen, der Sportkompetenz und die Nähe zum aktiven Profifußball mitbringt und die notwendige Führungsqualität aufweist“, so Dietrich über die Entscheidung pro Hitzlsperger „Er hat sich in den vergangenen Jahren in verschiedenen Bereichen bewiesen.“ Im Juni 2016 kam Hitzlsperger nach Stuttgart und wurde hier zunächst als Verbindungsmann zwischen Nachwuchs und Profis eingesetzt, bevor er Ende 2017 zum Mitglied des Präsidiums und im Februar 2018 dann schließlich zum Direktor des Nachwuchsleistungszentrums wurde.

Als erste Aufgabe kann er sich gleich im Krisenmanagement beweisen, denn es gilt die herbe 0:3-Schlappe gegen Düsseldorf zu verarbeiten. „Wir gehen knallhart in die Analyse“, so der ehemalige Nationalspieler schon am Mittwoch: „So, wie sich die Mannschaft am Sonntag präsentiert hat, geht es nicht weiter. Wenn ich nicht mit vollem Optimismus hier sitzen würde, wäre ich fehl am Platz. Ich werde alles daransetzen, beim VfB die Kräfte für den Klassenerhalt zu bündeln und gleichzeitig die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft zu stellen.“ Alle sind derweil einer Meinung, dass die komplette Verantwortung in Zukunft auf mehrere Schultern verteilt wird und jeder in die Verantwortung gezogen werden kann: „Wir haben die Stelle des Sportdirektors weiter im Blick“, so Hitzelsperger. Damit würden die Schwaben einen anderen Weg einschlagen, nachdem zuletzt Michael Reschke der starke Mann im Verein war. „Ich habe Michael Rescke in einer schwierigen Phase (August 2017, d. Red) bestellt. Die Entscheidung war damals nachvollziehbar und richtig, allerdings brachte die Kaderplanung nicht den gewünschten Erfolg. Und Erfolg ist in diesem Geschäft das oberste Gebot. Der Aufsichtsrat war nicht mehr überzeugt davon, dass in der bestehenden Konstellation die notwendigen Kurskorrekturen vorgenommen werden können“, so Dietrich.

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