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Nürnberg: Die Rundum-Entlassung

Wie und geht es überhaupt mit Trainer Michael Köllner weiter? Noch am Montag blieb diese Frage beim 1. FC Nürnberg unbeantwortet, zumindest von offizieller Seite aus. Mittlerweile ist aber klar, dass der Coach seinen Schreibtisch räumen muss. Zuvor wurde bereits bekannt gegeben, dass Sportvorstand Andreas Bornemann den Verein ebenfalls mit sofortiger Wirkung verlassen muss. 

Der Grund dafür ist klar, denn Bornemann blieb trotz mehrheitlichem Gegenwind durch den Aufsichtsrat mit seiner Meinung bei Köllner als Cheftrainer, mit dem er den Klassenerhalt schaffen wollte. Es gab also keine Basis mehr für eine Zusammenarbeit. Die Niederlage im Schicksalsspiel gegen Hannover (0:2) warf einige Fragen mehr auf, allerdings war auch das Verhalten aller Beteiligten nach der Partie etwas merkwürdig. So traf sich der Aufsichtsrat schon am Sonntag zu einer dringenden Sitzung, die allerdings kein Ergebnis hervorbrachte. In einer Pressemitteilung am Montag wurde dann aber offiziell bestätigt, dass Bornemann den Club verlassen muss. 

„Vor allem der enttäuschende Auftritt im Pokalspiel beim Hamburger SV (0:1, Anm.d.Red.) hat uns schwer getroffen. Dieses Spiel, gepaart mit der sportlichen Durststrecke in der Liga von 15 Begegnungen ohne Sieg, machte uns klar, dass wir als Gremium noch einmal einen genauen Blick auf die aktuelle Lage werfen und die momentane Situation erneut eingehend analysieren müssen. Natürlich sind wir uns bewusst darüber, dass die wirtschaftliche und sportliche Konsolidierung des 1. FCN über allem stehen muss. Doch gerade die sportlichen Ziele sehen wir durch die jüngsten Ereignisse und Ergebnisse stark gefährdet. Aus diesem Grund haben wir uns als Gremium dazu entschlossen, den bisherigen Sportvorstand Andreas Bornemann von seinem Amt zu entbinden. Leider konnten wir uns mit ihm nicht auf einen gemeinsamen Weg in die Zukunft, gerade auch in Bezug auf das Cheftraineramt verständigen“, so die Meldung der Nürnberger. Am Dienstag um 11 Uhr gab es dann noch eine Stellungnahme von Aufsichtsratssprecher Thomas Grethlein.

Mit schlappen 12 Punkten sind die Nürnberger nach 21 Spieltagen Tabellenletzter und sind auf geradem Weg zurück in die 2. Liga. Trotzdem wollte Bornemann bis zum Schluss mit Köllner arbeiten, während im Aufsichtsrat die Zweifel immer größer wurden. „Wir möchten es nicht versäumen, Andreas Bornemann an dieser Stelle sehr herzlich für die geleistete Arbeit, insbesondere für seinen maßgeblichen Einfluss auf die wirtschaftliche Konsolidierung und den Wiederaufstieg in die 1. Bundesliga, zu danken“, so der FCN. Mittlerweile ist aber auch klar, dass der Trainer ebenfalls gehen muss. Bleibt abzuwarten, ob die Nürnberger mit einem neuen Impuls noch rechtzeitig die Trendwende einleiten können. 

Kategorie: Bundesliga, News Tags: 
 
 

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