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Frankfurt: Touré lebt sich ein

Die Frankfurter konnten in diesem Winter mit Almamy Touré nach Sebastien Haller, Evan Ndicka und Simon Falette schon den 4. Franzosen unter Vertrag nehmen. Rund eine halbe Million Euro ließen sich die Frankfurter den Neuen aus Monaco kosten. Gestern wurde er in einer Presserunde vorgestellt und verriet dabei, dass ihm bei seiner Entscheidung unter anderem auch ein Kicker aus Dortmund geholfen hat. 

„Les chiens ne font pas des Chats“, heißt es in Frankreich im Volksmund. Dieses Sprichwort passt sehr gut zu Almamy Touré. Sein Vater, der letztes Jahr im Alter von 80 Jahren gestorben ist, war einst Nationalspieler für Mali. Er hat drei Brüder von denen zwei ebenfalls Fußball spielen, während ein Halbbruder ebenfalls für Mali aufläuft. „Wir sind eine Fußballerfamilie. Mein Vater war ein großer Spieler in Mali, ich bin von klein auf in der Welt des Fußballs großgeworden“, so Touré, der zudem auch noch zwei Schwestern hat. Aufgewachsen ist er seit seinem 5. Lebensjahr im Pariser Vorort Seine-Saint-Denis: „Da gab es viele Jugendliche und viel Fußball. Ich fühlte mich von vorneherein sehr wohl, es gab nie Probleme.“

Neben der malaysischen Staatsbürgerschaft hat er auch noch die Französische. Dass er Talent hat, war schnell klar, denn schon 2010 wechselte er in die Jugendakademie von Monaco. 5 jähre später gab er im alter von 18 Jahren bereits sein Debüt in der Champions League beim Auswärtsspiel beim FC Arsenal. Obwohl er mittlerweile schon 54 Einsätze in der Ligue 1 absolviert hat, konnte er sich bisher noch keinen Stammplatz ergattern. Eigentlich ist er in der Innenverteidigung zuhause, in Monaco wurde er jedoch meist als Rechtsverteidiger eingesetzt. „Auf dieser Position habe ich mich im Laufe der Zeit weiterentwickelt. Meine Lieblingsposition ist aber in der Abwehrzentrale“, so Touré. In der Hinrunde musste er dann unter anderem den Tod seines Vaters verkraften und dann wurde er auch noch von einer Oberschenkelverletzung länger außer Gefecht gesetzt. Erst mit dem Wechsel zur Eintracht aus Frankfurt konnte er wieder voll ins Mannschaftstraining einsteigen. „Physisch bin ich langsam wieder bei 100 Prozent, ich hatte noch einen kleinen Trainingsrückstand, den ich aufholen musste. In ein bis zwei Wochen bin ich startklar“, so Touré.

Wie lang er noch auf seinen ersten Einsatz in der Bundesliga warten muss, lässt sich derzeit noch nicht sagen. Da er trotz seines Alters aber sogar schon internationale Erfahrung sammeln konnte, wäre es aber wohl keine Überraschung, wenn er noch in dieser Runde einige Einsätze verbuchen können würde. In der Europa League darf er allerdings nicht mitwirken, da die UEFA hier im Januar maximal drei Nachnominierungen erlaubt. Diese haben die Frankfurter schon für Sebastien Rode, Martin Hinteregger und Timothy Chandler verwendet. Touré soll sich in den kommenden Monaten in erster Linie an sein neues Umfeld gewöhnen und dann zur kommenden Saison voll in den Kampf um die Startplätze einsteigen. Die Frankfurter haben jedenfalls sehr viel Vertrauen in ihren Neuzugang, was auch die Vertragslaufzeit bis 2023 bestätigt. Neben seiner Schnelligkeit liegen seine Stärken vor allem in gutem Antizipieren, guter Technik und einem sauberen Spielaufbau.

Touré hat in den letzten Jahren natürlich mitbekommen, dass sich in der Bundesliga einige Franzosen sehr gut entwickelt haben. Unter anderem hat er sich bei BVB-Verteidiger Abdou Diallo einen Rat eingeholt, denn beide sind 1996 geboren und haben schon bei Monaco zusammen gespielt. „Abdou hat mir nur Gutes berichtet. Viele Franzosen sind in die Bundesliga gewechselt und performen auf einem recht hohen Niveau. Mir hilft es natürlich, dass bei der Eintracht auch andere Franzosen spielen. Aufgrund dieser Kriterien habe ich gesagt, dass ich auf keinen Fall etwas falsch mache, wenn ich nach Frankfurt wechsele“, so Touré.

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