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Düsseldorf: Abstieg oder Europa?

Bei den Düsseldorfern kann man in diesen Tagen extrem entspannt auf die Tabelle schauen. Nach dem Dreier gegen Stuttgart wurde Stürmer Dodi Lukebakio vorgerechnet, wie es aktuell in der Tabelle aussieht. Der Stürmer konnte es kaum glauben, als er die Punkteabstände hörte. Mittlerweile ist die Fortuna näher an den internationalen Plätzen dran, als an der Abstiegsregion, doch es wagt noch niemand zu träumen. 

Durch den mittlerweile siebten Saisonsieg katapultierten sich die Düsseldorfer selbst auf den 12. Platz in der Tabelle. Der Abstand auf den Relegationsplatz 16 beträgt nun immerhin schon stolze 10 Punkte. Derweil sind es nur schlappe 8 Punkte Rückstand auf Leverkusen, die derzeit den 6. Platz belegen. Man könnte also sagen, dass Düsseldorf aktuell im Niemandsland der Tabelle taumelt, doch das hätten vor der Saison wohl alle Beteiligten nur zu gern unterschrieben. Auch von einer deftigen Pleite wie beim 0:4 gegen Leipzig ließen sich die Aufsteiger nicht aus der Ruhe bringen. Nun könnte der eine oder andere auf die Idee kommen, dass man sich kurz nach dem Beginn der Rückrunde neue Ziele für die Saison setzen könnte. 

Diejenigen haben die Rechnung allerdings ohne Trainer Friedhelm Funkel gemacht, der schon lange genug im Geschäft ist, um auch diese Situation realistisch einschätzen zu können. „Mit 25 Punkten steigt man sehr wahrscheinlich ab“, so der 65-Jährige, der nach dem Spiel viel lieber über die Leistung seiner Mannschaft als über den derzeitigen Tabellenstand reden wollte: „Wir sind sehr geschlossen und mit viel Mut aufgetreten – ein großes Kompliment an die Mannschaft.“ Schon zur Pause führte man verdient durch einen Treffer des gebürtigen Stuttgarter Kenan Karaman. Die eigentliche Leistung war allerdings, dass man im Endspiel gegen den VfB über die komplette Partie hinweg nie wirklich in Bedrängnis geraten ist. Den Grundstein dafür legte Oliver Fink kurz nach der Pause mit seinem tollen Treffer zum 2:0. Damit wurden die Bemühungen der Stuttgarter endgültig im Keim erstickt. „Dieses Tor“, so der an vielen Situation beteiligte Kevin Stöger, „hat uns die Sicherheit gegeben, dass nichts mehr anbrennen wird.“ Den Deckel machte der eingewechselte Benito Raman in der 85. Minute drauf, doch eigentlich hätte die Fortuna noch deutlich mehr Treffer markieren können.

Fakt ist aber auch, dass es noch jede Menge Punkte zu holen gibt. So hat man bisher auch in Sachen Klassenerhalt noch nichts erreicht, auf dem man sich ausruhen könnte. „Wir müssen weiter hart arbeiten, so wie wir das bislang auch gemacht haben“, so Lukebakio, der diesmal eher als Vorbereiter denn als Knipser zu überzeugen wusste. Ähnliche Worte fand auch sein 15 Jahre älterer Kollege Fink: „Wir haben noch nichts erreicht. Aber es motiviert, wenn du zum jetzigen Zeitpunkt so viele Punkte auf dem Konto hast. Das zeigt uns, dass unser Weg richtig ist. Und dass wir belohnt werden, wenn wir immer alles reinknallen.“ 

Kategorie: Bundesliga, News Tags: 
 
 

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