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Freiburg: Remis als Fluch und Segen

Die Freiburger wissen nicht so ganz, wie sie mit dem Punkt aus dem 2:2 gegen die Stuttgarter umgehen sollen. Es gab nach der Partie bei den Breisgaues sowohl Freude als auch Ärger. Zwar konnte man bei den Schwaben schon länger keinen Zähler mehr holen, dafür verspielte man in diesem Derby aber auch eine Führung und musste zudem noch einen ärgerlichen Ausfall hinnehmen. 

Innenverteidiger Manuel Gulde zog sich bei einem Pressschlag noch in der ersten Halbzeit eine schweren Muskelfaserriss im Oberschenkel zu, wie sein Trainer Christian Streich nach der Partie erzählte. So gehen beim SC derzeit alle davon aus, dass er entsprechend lange ausfallen wird. Heute gab es dann weitere Untersuchungen, allerdings steht eine genaue Diagnose noch aus. Beim Auslaufen war auch Christian Günter nicht dabei, der stattdessen behandelt und untersucht wurde. Er hatte sich im Spiel eine Fleischwunde zugezogen, die auch nach dem Spiel noch stark blutete. 

Immerhin hatte der Ausfall von Gulde auch etwas Positives, denn der eingewechselte Keven Schlotterbeck konnte bei seiner Bundesliga-Premiere als Linksfuß auf der eher neuen rechten Innenverteidiger-Position eine gute Leistung zeigen und hätte nach einem Eckball sogar fast gleich noch seinen ersten Treffer als Profi beigesteuert. Es war nur eine von zu vielen Chancen, die die Freiburger vergeben haben. „Wir müssen das 2:0 oder 3:0 machen, dann wäre Stuttgart nicht mehr zurückgekommen“, so Florian Niederlechner der damit auch den Vorstellungen seines Trainers entsprach: „Wir hatten die Torchancen zum 2:0 und haben sie nicht genutzt.“ 

Und so kam es, wie es dann so oft kommt – die Freiburger gaben das Spiel nach mehr als 70 Minuten noch aus der Hand. „Da hatten wir eine Phase, in der wir nicht ballsicher genug waren und die Gegentore bekommen haben“, so Streich, der dabei zusehen musste, wie sein Sportclub den Ball nach einer Eroberung im Mittelfeld zu schnell wieder hergegeben haben. Die Stuttgarter konnten diese Situationen nutzen um das Spiel doch noch zu drehen. „Wie in Frankfurt“, so Niederlechner im Hinblick auf die Partie, als der SC in gerade einmal 10 Minuten vor der Pause alle 3 Gegentore hinnehmen musste: “Das darf uns nicht passieren.“ 

Immerhin konnte im baden-württembergischen Derby mit dem Last-Minute-Treffer durch Joker Niederlechner noch ein Punkt gerettet und damit der Abstand zum VfB und damit Rang 16 beibehalten werden. „Eine Niederlage wäre total unverdient gewesen, wir waren über weite Strecken die bessere Mannschaft“, so der Stürmer, der schon am letzten Wochenende nach seiner Einwechslung gegen Hoffenheim treffen konnte. Auch Christian Streich war dann doch noch zufrieden mit dem Punkt: „Am Ende muss man das sein, nach 70 Minuten wäre ich es nicht gewesen.“

Kategorie: Bundesliga, News Tags: 
 
 

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