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Hoffenheim: Zwangspausen vor der Brust

„42 Prozent, das ist nicht mal ganz die Hälfte“, so Julian Nagelsmann als er nach dem enttäuschenden 1:1 gegen Düsseldorf auf die Zweikampfstatistik seiner Truppe schaute. Der Aufsteiger ging mit einer gehörigen Portion Aggressivität in die Partie und konnte damit die Mehrzahl der Duelle auf dem Feld für sich entscheiden und am Ende einen Punkt mitnehmen. 

„Was mich ärgert sind 42 Prozent Zweikampfquote, das ist in einem Heimspiel, in dem du versuchst, offensiv zu verteidigen und hoch zu pressen, zu wenig“, so der TSG-Trainer der noch deutlicher wurde: „Das hatten wir oft gegen aggressive Gegner.“ Demnach ist es kein Wunder, dass die TSG in diesem spiel nicht ihre volle fußballerische Klasse zeigen konnte. Doch auch die Kraichgauer haben in diesem Spiel immerhin drei gelbe Karten gesehen. Es waren die Innenverteidiger Kevin Vogt und Stefan Posch sowie Angreifer Joelinton, wie verwarnt wurden. Wie so oft sammeln sich in dieser Phase einer Saison die gelben Karten und diverse Sperren werden immer wahrscheinlicher. Sowohl Vogt, als auch Florian Grillitsch, Nico Schulz und Pavel Kaderabek haben mittlerweile 4 gelbe Karten und würden bei einer weiteren Verwarnung ein Spiel Pause aufgebrummt bekommen. Richtig dramatisch würde es wohl werden, wenn es gleich mehrere Kandidaten zum gleichen Zeitpunkt erwischen würde. 

Gut möglich, dass Nagelsmann diese Überlegungen schon bei der Aufstellung seiner Startelf im Kopf hat. So brachte er am vergangenen Wochenende beispielsweise auf der rechten Seite Joshua Brenet an Stelle von Pavel Kaderabek. Somit ist die Chance relativ gering, dass mit Schulz und Kaderabek gleich beide Flügelflitzer bei einem Spiel nicht mitwirken können würden. Das Trainerteam wird diese Entwicklung mit Sicherheit im Blick behalten, denn mit Posch, Kasim Adams und Ishak Belfodil ist noch ein Trio im Kader, die mit je 3 gelben Karten auch nicht mehr weit von einer Sperre entfernt sind. Bei einem Blick auf den ligaweiten Vergleich steht die TSG dennoch sehr gut da, denn die Kraichgauer sind bisher der einzige Klub in der Liga, der noch keine Sperre hinnehmen musste. 14 Mannschaften waren bereits von Gelbsperren betroffen, außer Hoffenheim nur die Bayern, Freiburg und Leverkusen nicht. Die Münchner hatten allerdings bereits zwei Gelb-Rote Karten zu verkraften (Sanchez und Robben), Freiburg eine Ampelkarte(Stenzel) und Bayer hatte sogar schon eine glatt Rote für Karim Bellarabi im Angebot.

Kategorie: Bundesliga, News Tags: 
 
 

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