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Stuttgart: Der Maffeo-Flop

Die Stuttgarter haben mit der Verpflichtung von Ozon Kabak für rund 11 Millionen Euro von Galatasaray Istanbul einen neuen Rekordtransfer in ihren Reihen. Davor war es Pablo Maffeo, der aber nun nach nur einem halben Jahr schon wieder gehen kann. Was ist mit diesem Talent passiert, dass der VfB schon so schnell die Lust an ihm verloren hat? 

Bei den Stuttgartern herrschte noch vor wenigen Monaten im Sommer große Euphorie, denn nach einer grandiosen Rückrunde wollte man sich endgültig aus dem Abstiegskampf verabschieden. Hinzu kam dann noch, dass Sportvorstand Michael Reschke schon zwei Tage vor dem Saisonende zwei Vertragsverlängerungen und insgesamt 5 Neuzugänge präsentieren konnte. Darunter war damals auch Pablo Maffeo. „Für Pablo Maffeo gab es sehr viele Anfragen aus England und Spanien, dennoch hat er sich für den VfB entschieden“, so Michael Reschke, der immerhin rund 10 Millionen Euro für den 21-Jährigen auf den Tisch gelegt hat und ihm einen Vertrag bis 2023 unterbreitete. Der Spanier hatte eine große Zukunft als Rechtsverteidiger vor sich. 

Bisher konnte Maffeo dieses Versprechen aber nicht einhalten, denn nach nur 8 Spielen mit einem Notenschnitt von 4,56 steht er nun schon wieder vor dem Abgang, was er sich aller Voraussicht nach selbst zuzuschreiben hat. Sein Trainer Markus Weinzierl wirft dem Youngster unter anderem mangelnde Lern- und Kritikfähigkeit in Zusammenhang mit schlechter Leistungsbereitschaft vor. Nachdem man sich das bei den Schwaben eine Weile angeschaut hat, wird es nun Zeit zu handeln. Schon im Trainingslager machte er weniger durch Leistungen auf sich aufmerksam, statt durch das Verpassen eines Termins. Daraufhin fehlte er im Spiel gegen die Mainzer komplett im Kader sodass mittlerweile klar ist, dass der Verein ihm bei einem Wechselwunsch keine Steine in den Weg legen würde. 

Selbst für ein Leihgeschäft wären die Schwaben zu haben. „Da bin ich ehrlich: Er macht mir zu wenig. Ich kritisiere seine Leistungsbereitschaft. Aktuell haben Gonzalo Castro und Andi Beck auf seiner Position die Nase vorn“, so Weinzierl mit ungewohnt klaren Worten und dabei ist Castro nicht einmal ein gelernter Rechtsverteidiger. Nun ist Reschke in Sachen Transfergeschick gefragt. Es soll bereits den einen oder anderen Interessenten geben, doch konkrete Angebote liegen noch nicht vor. Dennoch ist es gut möglich, dass der einstige Rekordtransfer bald schon vergessen sein wird. Der neue Rekordmann beim VfB heißt Ozan Kabak. „Wir freuen uns sehr, dass sich Ozan trotz zahlreicher anderer Angebote von namhaften europäischen Klubs für den VfB entschieden hat“, so Reschke in der letzten Woche: „Ozan gehört zu den vielversprechendsten Abwehrtalenten Europas.“ 

Kategorie: Bundesliga, News Tags: ,
 
 

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