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Hertha: Grujic bringt die Sicherheit

Es war ein Tag voller Jubiläen. Die Berliner haben ihr 1200. Spiel in der Bundesliga absolviert, Pal Dardai feierte seinen 50. Sieg als Trainer und Stürmer Vedad Ibisevic  markierte seinen 50. Assists in der Liga. Hinzu kam noch Davie Selke, der zu seinem 24. Geburtstag auch noch 2 Vorlagen beisteuerte. Letztendlich zeigte das 3:1 gegen den 1. FC Nürnberg aber auch, wie wichtig Schlüsselspieler Marko Grujic für die Hauptstädter ist. 

Nur sechs Tage nach der Rückkehr ins Mannschaftstraining ließ Trainer Dardai den Serben direkt wieder von Beginn an ran. Die Leihgabe vom FC Liverpool hielt zwar nur eine knappe Stunde durch, bevor er von Vladimir Darida ersetzt werden musste, doch es wurde schnell klar, was die Berliner an ihrem Schlüsselspieler haben, nachdem er sich erst am 11. Dezember am linken Sprunggelenk verletzt hatte. Für den WM-Teilnehmer von 2018 bedeutete das das vorzeitige Aus in der Hinrunde. Seit seiner Ankunft in Berlin im Sommer letzten Jahres war es schon die zweite, schwerere Verletzung. Am 22. September 2018 verletzte er sich beim Spiel gegen die Gladbacher nach einem schlimmen Foul von Patrick Herrmann. Ein Bänder- und Kapselriss im rechten Sprunggelenk zwangen ihn zu eineinhalb Monaten Pause. 

Nun ist Grujic endlich wieder an Bord und das sogar früher, als es ursprüngliche geplant war. Noch bis Mitte der letzten Woche gingen eigentlich alle davon aus, dass er erst für das Heimspiel gegen die Schalker am 25. Januar wieder einsatzbereit sein würde. Die guten Leistungen im Training und ein starker Einsatz in einem internen Testspiel am Donnerstag zeigten dann aber, dass ein vorzeitiges Comeback möglich ist. Dass er dann aber direkt in der Startformation stehen wird, haben wohl nur die wenigsten erwartet. Zwar konnte man klar erkennen, dass er noch nicht wieder bei 100% ist, aber er brachte etwas mehr Stabilität und konnte unter anderem das erste Tor der Gäste einleiten. „Ich bin froh, dass wir drei Tore geschossen haben und unter diesen schwierigen Bedingungen erfolgreich waren“, so Grujic nach dem Spiel.

Für die Hertha war es der erste Sieg in Nürnberg seit fast 16 Jahren und damit auch die passende Antwort auf die Niederlage zum Abschluss der Hinrunde gegen die Leverkusener und vor allem auch nach der schwachen Leistung im Telekom-Cup vor einer Woche. „Nach den etwas enttäuschenden Leistungen beim Telekom-Cup haben wir die Trainingswoche effektiv genutzt und in Nürnberg gezeigt, dass wir guten Fußball spielen können“, so Grujic, der seinen persönlichen Härtetest beim Spiel gegen den Tabellenletzten bestehen konnte: „Meinem Knöchel geht es gut.“ 

Die Stimmung bei den Berlinern ist gut, nachdem man erstmals seit dem Jahr 2010 den Auftakt in eine Rückrunde gewinnen konnte. Zuvor gab es in 6 Versuchen gerade mal einen Punkt und ein Tor. Dass man am Ende siegreich sein konnte, lag in erster Linie am offensiven Trio. Ondrej Duda war mit einem Doppelpack der Matchwinner, Vedad Ibisevic markierte ein Tor und einen Assist und Davie Selke konnte an seinem Geburtstag gleich zwei Assists und einen Pfostentreffer beisteuern. Vor allem für Ibisevic sind die Nürnberger ein willkommener Gegner, denn in seinen vergangenen 7 Spielen gegen den Club verbuchte er acht Scorerpunkte (sechs Tore, zwei Vorlagen). Der Bosnier ist der 12. Spieler unter den aktuellen Kickern der Bundesliga, die die magische Marke von 50 Assists geknackt haben. Ganz vorne in diesem Ranking liegen die Münchner Thomas Müller und Franck Ribery mit je 118 Vorlagen.

Kategorie: Bundesliga, News Tags: ,
 
 

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