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Stuttgart: Harte Strafe für Donis

Anastasios Donis musste seinen Regelverstoß gleich in voller Öffentlichkeit ausbaden, zwei seiner Teamkollegen wurden derweil im Trainingslager aber nur heimlich bestraft. Es ist aber schon jetzt erkennbar, dass Stuttgarts Trainer Markus Weinzierl mit dem Start ins neue Jahr und der bevorstehenden Rückrunde die Zügel deutlich angezogen hat. Es weht ein rauer Wind beim VfB. 

Donis versäumte schon am dritten Tag des Trainingslagers einen wichtigen medizinischen Termin und dann auch noch das gemeinschaftliche Frühstück. Ein Fauxpas, der vom Trainer umgehend bestraft wurde. Der Grieche durfte nicht am Mannschaftstraining teilnehmen, sondern wurde zurück ins Hotel in den dortigen Kraftraum geschickt und auch nicht für das am Nachmittag stattfindende Testspiel gegen den FC Utrecht nominiert. „Man weiß, dass er kein Spieler ist, der sich noch nie etwas hat zu Schulden kommen lassen“, so Weinzierl, der ein solches Verhalten weder verstehen noch tolerieren kann: „Es geht nicht, dass man Termine nicht einhält oder zu spät kommt. Deswegen haben wir nicht nur ihn sanktioniert.

Gleiches gilt auch für Pablo Maffeo und Borna Sosa, deren Identität der 44-Jährige aber nicht öffentlich preisgeben wollte, allerdings ließ sich auch deren Fehlverhalten nicht verheimlichen. Die beiden sind im Vergleich zum Griechen „nur“ zum Termin zu spät gekommen. Sie durften auf dem Feld nur individuell trainieren und brachten es gegen die Niederländer lediglich zu einem Kurzeinsatz. Donis ist härter bestraft worden, „weil er gar nicht gekommen ist. Disziplin ist wichtig. Das fängt im Kleinen an. Und in dem Fall war es nicht mal etwas Kleines.“ Immerhin befinden sich die Schwaben in einer sehr ernsten Lage und brauchen jede Disziplin, die sie bekommen können, um am Ende die Klasse zu halten: „Wir haben festgestellt, dass die Spieler Gas brauchen, dass wir hart arbeiten müssen. Das geht von der Intensität der Einheiten bis hin zur Disziplin. Wir können uns nichts mehr erlauben“, so Weinzierl. 

Immerhin konnte Weinzierl verneinen, dass seine Mannschaft im allgemein zu Undiszipliniertheiten neige. Derartige Fehler sind “kein Phänomen des VfB oder dieser Mannschaft. Das ist generell so. Aber es ist ganz normal, dass man diszipliniert ist. Das gilt für jedes Mitglied einer Mannschaft. Egal, ob beim VfB Stuttgart oder anderswo in einer kleineren Mannschaft. In einer so schwierigen Situation muss man einen Schritt mehr statt weniger machen. Da muss man noch mehr auf Kleinigkeiten, wie zum Beispiel Disziplin, achten“, so der Trainer, der natürlich trotzdem keine Lust hat, weitere Aktionen dieser Art zu sehen: „Ich lebe und fühle die Situation und handle entsprechend“, meint er. „Unsere Situation bewegt uns alle. Von daher brauchen wir die volle Aufmerksamkeit. Wenn ein Spieler diese nicht hat, dann fordern wir sie ein.“ 

Kategorie: Bundesliga, News Tags: ,
 
 

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