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Leverkusen: Bosz zwischen Tuchel und Klopp

Sven Bender ist noch bei der Generalprobe gegen PEC Zwote (3:1) unglücklich umgeknickt, konnte nach einer kurzen Pause zum Wochenbeginn aber wieder ins Mannschaftstraining zurückkehren. Der mittlerweile 29-Jährige ist bereit für den Start der Rückrunde und gab nun vor dem ersten Pflichtspiel seinen Eindruck vom neuen Trainer Peter Bosz preis, der laut ihm die Eigenschaften von zwei ehemaligen Dortmunder Trainern vereint. 

Zum Auftakt der Hinrunde gibt es gleich mal einen echten Kracher. „Wir freuen uns, dass es wieder losgeht – und dann gleich mit einem so schönen Knallerspiel zuhause. Wir sind alle heiß darauf“, so Sven Bender vor dem Spiel am kommenden Samstag gegen Borussia Mönchengladbach. Die Fohlen kommen mit dem Rückenwinden von Platz 3 der Hinrunde und werden damit direkt ein echter Gradmesser für die Werkself. Der neue Trainer Peter Bosz hatte auch nur 2 Wochen Zeit, um sich und seine Mannschaft auf eine schwere Rückrunde vorzubereiten. 

„Wir wissen, dass die Vorbereitung mit dem neuen Trainer kurz war. Er hat eine andere Herangehensweise, wie wir den Gegner zustellen und spielen. Da müssen wir uns weiter finden. Die Eindrücke in den ersten eineinhalb Spielen, die jeder gemacht hat, waren gut, aber es muss sicher weiter zusammenwachsen. Wir müssen das System immer mehr verinnerlichen. Wir müssen schauen, dass wir es so gut wie möglich gleich aufs Parkett bekommen“, so Bender, der dem Auftakt dennoch optimistisch entgegenblickt: „Jeder sollte wissen, dass es auch seine Zeit brauchen wird. Ich kann nicht für jeden Einzelnen in der Mannschaft sprechen, dass er es sofort verinnerlicht hat. Jeder muss aber versuchen, es bestmöglich umzusetzen. Dann kann es auch schon am Samstag ganz gut ausschauen.“

Für sich selbst sieht Bender keine allzu großen Herausforderungen kommen, wie es vielleicht für seine Kollegen sein wird, denn immerhin sind die Maßnahmen von Bosz für ihn kein komplettes Neuland mehr. „Ich habe so ähnlich schon ein paar Mal gespielt. Aber es geht nicht um mich persönlich, wichtig ist die Abstimmung. Wenn der eine es verinnerlicht hat und der andere nicht, wird es schwierig. Es geht darum, dass alle diesen Spielstil zu 100 Prozent ausführen können und die Abläufe kennen. Es muss total stimmig sein. Einer muss sich auf den anderen verlassen können. Nur dann ist es homogen und funktioniert“, so der Abwehrspieler, der die zentralen Elemente des neuen Trainers mit dem Stil von zwei ehemaligen Größen der Bundesliga vergleicht: „Das Pressing ähnelt dem, das ich zu Dortmunder Zeiten unter Jürgen Klopp gespielt habe. Natürlich ist es nie ganz gleich. Kein Trainer lässt genauso spielen wie der andere. Aber bestimmte Abläufe sind auf jeden Fall ähnlich. Im Ballbesitz erinnert mich das System dann wiederum an das von Thomas Tuchel. Für mich ist deshalb nicht alles ganz neu, aber dennoch komplett anders.“

Beide schätzen sich sehr und das, obwohl Bender im Juli 2017 den BVB verließ, nur wenige Tage nachdem Bosz dort das Zepter übernommen hatte. „Mein Wechsel nach Leverkusen hatte nichts mit dem Trainer zu tun“, so Bender, „vielmehr war ich sehr angetan davon, dass er mich damals angerufen, viel Glück gewünscht und gesagt hat, dass er gerne mit mir zusammengearbeitet hätte. Das fand ich super cool und respektvoll von ihm. Ich rechne es ihm hoch an.“ Das Ziel für die Rückrunde ist bei den Leverkusenern klar, denn einen erneuten Fehlstart kann sich die Werkself nicht leisten, wenn man noch im Rennen um die internationalen Plätze mitmischen will. „Wie wichtig ein guter Start ist, hat die Vorrunde gezeigt. Da hatten wir ihn nicht und haben gemerkt, wie wichtig es ist, zu punkten, um in Schlagdistanz zu bleiben“, so Bender: “Die ersten drei Spiele werden richtungsweisend für uns. Gerade die ersten Partien sind deshalb extrem wichtig, um sich zu positionieren.“

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