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Hannover: Soforthilfe Akpoguma

Seit Anfang Januar ist Kevin Akpoguma nun als neuer Innenverteidiger bei den Hannoveranern, die sich sicher sind, dass sie mit der Hoffenheimer Leihgabe ein gutes Geschäft gemacht haben – sowohl auf als auch neben dem Platz. Der 23-Jährige sieht bei seinem neuen Verein jede Menge Potenzial und weiß ganz genau wie er den 96ern zu einer erfolgreicheren Rückrunde verhelfen kann. 

Diese Sätze hört man beim Tabellenvorletzten der Liga sicher gerne. “96 ist ein Team, in dem ich viel Potenzial sehe“, so Kevin Akpoguma nach den ersten Tagen bei den Niedersachsen. Aktuell verweilt er mit seinen neuen Kollegen im Trainingslager im spanischen Marbella. “Ich glaube, ich passe am besten zu 96. André Breitenreiter hat bei Schalke und in Hannover erfolgreich mit jungen Spielern gearbeitet. Insofern war es die beste Entscheidung“, so der Verteidiger weiter. Der Verteidiger aus Hoffenheim wird nun bis zum Saisonende auf Leihbasis in Hannover sein. Vor dieser Verpflichtung sollen die 96er auf der Suche nach Defensivverstärkungen sogar mit dem Schalker Naldo in Kontakt gewesen sein, doch den Brasilianer zog es letztendlich nach Monaco.

Und auch mit Pape Abou Cissé wurde es nichts, denn der griechische Topklub Olympiakos Piräus wollte zu viel Geld für den Senegalesen. Schließlich kam Akpoguma, das aber nicht nur als dritte Wahl nach den zuvor gescheiterten Transfers. Schon in den ersten Trainingseinheiten und dem Testspiel gegen NEC Nijmegen zeigte der deutsche U-21-Nationalspieler, dass er den Hannoveranern im Abstiegskampf direkt weiterhelfen können wird. Sportlich glänzt er durch seine Zweikampfstärke und das Aufbauspiel, während er aber auch gleich mit seinem Auftreten seine Mitspieler mitreißt. „Ich will kein Boss sein. Da gibt es andere, die länger im Verein sind“, so Akpoguma: “Ich denke, es ist eine Fähigkeit, die der Trainer von mir verlangt, dass ich laut bin, coache und Hilfestellung gebe. Ich glaube, ich kann der Mannschaft helfen, mit Selbstvertrauen in die Rückrunde zu gehen.“

Überzeugt war der Neue bisher von den Trainingseinheiten von Trainer Breitenreiter, der vor allem ein beherztes, kämpferisches Auftreten fordert. „Wir brauchen dieses freie Aufspielen, Aufdrehen, Flugbälle- und Durch-die-Kette-Spielen. Wir sollten nicht quer oder nach hinten nur Notbälle spielen.“

Dieses Selbstverständnis bringt der Verteidiger von den Hoffenheimern mit, bei denen er noch einen Vertrag bis 2021 hat: „Hoffenheim hat einen brutal starken Kader – auch in der Breite. Ich hatte nicht die Garantie, dass ich dort zu den drei besten Innenverteidigern gehören würde, das war in der letzten Rückrunde noch der Fall. Ich war nicht in der Situation, in der ich einer Mannschaft helfen kann. Deshalb kamen meine Gedanken an eine Leihe. Es kamen Angebote, aber bei 96 habe ich gemerkt, dass sie mich wirklich wollen.“

Die Hannoveraner haben keine Kaufoption für den Neuzugang, wollen sich mit seiner Hilfe aber dennoch möglichst schnell aus dem Abstiegskampf verabschieden. Danach will der Youngster die nächsten Aufgaben angehen. „Ich werde 24 und glaube, das beste Fußballalter kommt noch. Bis dahin muss ich gucken, dass ich Spiele sammle. Irgendwann möchte ich auf die Insel. Dazu muss ich ein kompletter Spieler sein, der ich noch nicht bin. In England zu spielen, das ist mein Ziel“, so Akpoguma, der von einer Karriere bei Manchester City träumt. Ob sein Weg ihn so weit führen wird, ist natürlich noch offen.

Kategorie: Bundesliga, News Tags: ,
 
 

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