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Leverkusen: Bosz ist zufrieden

Offensive ist bei Peter Bosz auch weiterhin der große Trumpf. Nach dem 4:0-Erfolg gegen Twente Enschede musste der neue Coach aber auf die Chancenverwertung seiner Jungs angesprochen eingestehen, dass es auch noch Schwächen gibt. So hat man dem niederländischen Zweitligisten aus Sicht des 55-Jährigen zu viele Möglichkeiten gegeben, ebenfalls zu treffen.

Natürlich war es im Endeffekt nur ein Test und der Gegner war mit Erstligaabsteiger Twente Enschede kein wirklicher Hochkaräter, der die Werkself prüfen kann. Trotzdem konnte man schon gut erkennen, dass die Rheinländer unter ihrem neuen Trainer Peter Bosz einen anderen Fußball spielen werden. In erster Linie will dieser schnelle, flache Pässe und einen offensiven Spielstil sehen.

Das zeigte sich schon in der Aufstellung nach dem Seitenwechsel. Im 4-3-3 agierten vor Sechser Baumgartlinger mit Julian Brandt und Kai Havertz zwei sehr offensive Achter, die noch auf den Außen von Karim Bellarabi, Mittelstürmer Kevin Volland und Rechtsaußen Leon Bailey unterstützt wurden. Insgesamt zeigte sich Bayer sehr angriffslustig und auch angriffslastig während diesem Test. „Ich habe gefordert, einige Sachen extrem zu machen. Deshalb wird die Nachbesprechung interessant. Ich bin zufrieden“, so Bosz nach dem 4:0-Erfolg seiner Truppe. Vor allem konnten die neutralen Betrachter ein extrem hohes Dressing beobachten: „Wir haben das heute versucht, weil es ein Testspiel war. Wenn wir in der Bundesliga spielen, müssen wir sehen, dass wir das teilweise sehr hoch machen und in anderen Momenten werden wir auch tiefer stehen. Ich wollte trainieren, dass wir sehr hoch Druck machen. Das war gegen den FC Twente, einen Zweitligisten“, erklärte Bosz, „in anderen Spielen werden wir das auch anders machen.“

Doch selbst wenn der Gegner die eine oder andere Nummer stärker wird, kann man davon ausgehen, dass Bosz keinen defensiven Fußball spielen lassen wird. Während man sehen konnte, dass Bayer Lust auf Offensivfußball hat, wurde aber auch klar, dass es vor dem eigenen Tor noch das eine oder andere Problem gibt. „Aber es waren auch für den Gegner einige Chancen da. Das darf auch nicht passieren“, so Bosz, als er auf die Chancenverwertung seiner Mannschaft angesprochen wurde. Gleich zweimal waren es leichtsinnige Fehlpässe auf das eigene Tor, die gute Chancen für die Niederländer ermöglichten. Hinzu kam noch, dass Bosz eine hochstehende Abwehr wollte, unter anderem aber Innenverteidiger Aleksandar Dragovic immer wieder zu tief stand, während seine Kollegen in der Abwehrreihe Mitchel Weiser und Tin Jedvaj deutlich weiter vorne versuchten zu pressen.

Nach nur 4 Tagen im Trainingslager ist es aber klar, dass es hier noch Abstimmungsprobleme gibt, die noch behoben werden müssen. Am kommenden Freitag steht dann der Doppeltest gegen PEC Zwolle und Preußen Münster an, bei dem sich Bosz weitere Fortschritte seiner Mannschaft erhofft. Nur 8 Tage später kommt es zum Auftakt der Rückrunde schon zum Knaller gegen den Tabellendritten aus Gladbach.

Kategorie: Bundesliga, News Tags: ,
 
 

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