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Frankfurt: Ndicka oben auf

Evan Ndicka ist wohl einer der ganz großen Gewinnern der Hinrunde bei den Frankfurtern. Eigentlich sollte der gerade einmal 19-Jährige behutsam an das Profigeschäft in der Bundesliga herangeführt werden, doch aufgrund der Verletzung von Carlos Salcedos (Syndesmoseriss) musste der Innenverteidiger direkt ins kalte Wasser springen. Mit erstaunlicher Schnelligkeit konnte er sich behaupten. Die Frage bleibt nun, ob er seinen Platz auch in der Rückrunde verteidigen kann. 

Als Nachzügler kam Salcedo am Sonntagnachmittag in der IMG-Akademie ein. Der Mexikaner hat aus privaten Gründen etwas länger Urlaub bekommen, doch nun gilt es auch für ihn um seinen Platz im Kader für das erste Spiel gegen die Freiburger zu kämpfen. Aktuell sind zwei Mann in der Dreierkette der Defensive gesetzt. Libero Makoto Hasebe und Kapitän David Abraham. Wer als Nummer 3 hinzukommen wird, ist noch offen. So wird es wohl ein Duell zwischen Ndicka und Salcedo geben. Letzterer hatte sich am 2. Spieltag im Spiel gegen die Bremer einen Syndesmoseriss zugezogen, der eine OP nach sich zog. Erst in den letzten Partien vor Weihnachten konnte er wieder aufs Feld zurückkehren und ersetzte den zu dieser Zeit an der Wade verletzten Abraham.

Gut möglich, dass der Mexikaner nun erst einmal auf der Bank Platz nehmen muss, denn Ndicka konnte mit überwiegend guten Leistungen überzeugen und liefert damit keine Gründe, auf ihn zu verzichten. Sein Notenschnitt beträgt in der Liga (17 Einsätze) und in der Europa League (4 Einsätze) immerhin schon 3,3, was für einen Verteidiger ein sehr ordentlicher Wert ist. Hinzu kommt noch, dass er Linksfüßer ist und damit perfekt in die Rolle des linken Innenverteidigers passt. „Ich habe im taktischen Bereich dazugelernt, es geht rasant zu in der Liga, auch mental habe ich mich verbessert“, so der französische U-20-Nationalspieler, der aber nicht glaubt, dass er wegen seiner guten Leistungen nun einen Bonus hat: „Da gibt es keinen Vorteil, das ist Vergangenheit. Man darf sich nicht ausruhen.“

Trotz seiner 1,92 Meter Größe ist der Verteidiger vor allem gut am Ball. Er selbst will sich jetzt nur darauf konzentrieren, was er selbst beeinflussen kann und das sind seine Leistungen in den Trainingseinheiten. „Ich versuche, jeden Tag etwas dazuzulernen und mitzunehmen“, sagt Ndicka, der es bescheiden vermeidet, eine echte Kampfansage in Richtung seiner Konkurrenz loszulassen: „Ich sehe das gar nicht als Konkurrenz an, sondern freue mich, dass wir zusammenarbeiten und versuchen, erfolgreich zu sein und möglichst viele Spiele zu gewinnen. Wir möchten es noch besser machen als in der Hinrunde. Wir wollen alle wieder nach Europa und müssen versuchen, uns durchzusetzen.“ Gut möglich, dass die Testspiele gegen Sao Paulo und Flamengo entscheiden erden, wer letztendlich den Platz in der Liga bekommen wird.

Kategorie: Bundesliga, News Tags: ,
 
 

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