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Leverkusen: Klare Worte von Völler

Es war Ende November, als Rudi Völler bekannt gab, dass Simon Rolfen der neue Sportdirektor bei den Leverkusenern werden würde. Gleichzeitig machte er auch seine Gedanken rund um einen möglichen Rückzug öffentlich. Es gibt seither immer wieder Spekulationen, wie lange der Weltmeister von 1990 noch bei den Rheinländern im Amt bleiben wird. In einem Interview gestand der mittlerweile 58-Jährige, dass er ein vorzeitiges Ende als Verantwortlicher der Werkself nicht kategorisch ausschließt. 

In den letzten Wochen hatte Rudi Völler nicht immer einen leichten Job, wenn man es ganz vorsichtig ausdrückt. Vor allem der Abgang vom damaligen Sportdirektor Jonas Boldt war nicht nach dem Geschmack des Weltmeisters. „Ich kann nur sagen, dass ich mir auch alles gern etwas anders vorgestellt hätte. Da bin ich ganz ehrlich“, so Völler, der dann auch noch die Trennung von Trainer Heiko Herrlich bewerkstelligen musste: „Leider ist mittlerweile eine Stagnation in der Entwicklung des Teams nicht mehr zu leugnen.“ Dabei hatte Völler sich vor allem für Herrlich sehr lange positiv ausgesprochen und auch bei Boldt hätte er sich eine andere Lösung gewünscht, auch wenn er mit diesem einige Konfliktpunkte hatte.

Sowohl im Rahmen der sportlichen Krise, als auch nach dem Fall Herrlich musste der 58-Jährige immer wieder herbe Kritik über sich ergehen lassen. Völler selbst hatte eigene Enttäuschungen auch immer in die Öffentlichkeit getragen und musste dann damit leben, dass es Spekulationen darum gab, ob er seinen Vertrag bis 2022 überhaupt noch erfüllen will. So gab es vor der Trainerentlassung sogar schon Vermutungen, dass Völler Anfang 2019 seinen Schreibtisch räumen könnte. Er selbst schloss dies nun aber kategorisch aus: „Nein, nein, nein, das wird nicht geschehen“, so der Verantwortliche, der sich aber auch zu seiner Zukunft äußerte: „Es ist seit langem mein Wunsch, dass ich mich etwas zurücknehmen möchte. Simon Rolfes soll mehr in den Vordergrund treten.“

Während er damit nur die Wiederholung seiner Aussagen aus dem Dezember brachte, förderte er aber zudem die Spekulationen darum, ob er seinen Vertrag bei Bayer bis 2022 überhaupt noch erfüllen wird. Völler selbst scheint aktuell nicht auszuschließen, dass er als Verantwortlicher auf der operativen Ebene schon vorzeitig gehen wird: „Wie lange ich noch mache, werden wir sehen.“

Kategorie: Bundesliga, News Tags: ,
 
 

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