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Hoffenheim: Hopp über neuen Trainer

Bei den Hoffenheimern ist Dietmar Hopp optimistisch, dass die von ihm mit 94 Prozent der Stimmrechte und 99,9 Prozent des Kapitals geführte TSG auch nach dem Abgang von Trainer Julian Nagelsmann zu RB Leipzig auf dem angestrebten Kurs bleibt. Wie schon beim Amtsantritt von Nagelsmann ist Hopp auch dieses Mal wieder voll in die Trainersuche involviert.

„Sicher ist er nicht eins-zu-eins zu ersetzen“, so Hopp im Interview mit der Frankfurter Rundschau mit Blick auf den 31-jährigen Nagelsmann, der seinen Wechsel zu RB Leipzig bereits im Juni offiziell gemacht hatte: „Aber ich habe große Hoffnungen, dass wir einen Trainer finden, der ähnlich tickt.“ Kein Wunder, dass er sich bei den Anforderungen an den neuen Trainer auch am Profil des alten orientiert: „Wir werden bestimmt keinen alten Fahrensmann holen. Wir sind in Kontakt mit einem Kandidaten. Wenn das funktioniert, sehe ich eine gute Chance, ähnlich erfolgreich zu spielen wie derzeit.“

Unter anderem ist Marco Rose ein heißer Kandidat auf den Job, der im Moment noch bei RB Salzburg unter Vertrag steht. „Ich kenne ihn zu wenig, um mir auch nur annähernd ein Urteil erlauben zu können“, so Hopp über den 42-jährigen Fußballlehrer, hatte dann aber durchaus noch positive Worte für ihn übrig: „Ich sehe die Ergebnisse, die er mit RB Salzburg erreicht hat. Und die sprechen für eine erfolgreiche Arbeit.“ Die Meinung von Hopp hat in Hoffenheim immer Gewicht, wie er auch selbst noch einmal verdeutlicht, als es um die Beförderung von Nagelsmann zum Chftrainer ging. „Ich hatte den Julian schon länger bei der A-Jugend beobachtet und war beeindruckt von seinem Talent und seiner Persönlichkeit. Ich habe dann gesagt: ‚Den nehmen wir.‘ Und niemand hat ‚Nein‘ gesagt“, so Hopp mit einem Grinsen im Gesicht.

Auch dieses Mal wird er wieder mitwirken. Ende 2012 erfuhr er in seinem Urlaub vom damaligen Manager Andreas Müller, dass man Marco Kurz geholt hat, obwohl er selbst Markus Gisdol favorisierte. „Ich bin aus allen Wolken gefallen, wollte aber keinen Skandal daraus machen, obwohl es mich sehr geärgert hat. Es hat dann ja auch nicht funktioniert“, so Hopp, nachdem im April sowohl Müller als auch Kurz nach nur 10 Ligaspielen gehen mussten. „Dann habe ich gemeinsam mit Alexander Rosen den Markus Gisdol geholt“, erzählt Hopp weiter. Rosen war damals Leiter des Nachwuchsleistungszentrums der TSG, stieg bis zum „Direktor Profifußball“ auf und ist bis heute aktiv. Bleibt abzuwarten, wer nun im Sommer die Geschicke bei der TSG übernehmen wird.

Kategorie: Bundesliga, News Tags: ,
 
 

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