0

Stuttgart: Akolo auf dem Abstellgleis

Im Sommer hatte er noch für sich alleine Extraschichten geschoben, um dann direkt voll einsatzbereit zu sein, wenn es um die Plätze im Kader geht, doch letztendlich hat es nicht geholfen. Chadrac Akolo hat damals nicht nur das Rennen um einen Startplatz verloren, sondern hat mittlerweile mit Leon Dajaku auch noch Konkurrenz dazubekommen.

Natürlich hatten sich die Stuttgarter diese Saison ganz anders vorgestellt. Eigentlich wollte man mit einem Lerneffekt am Ende im Mittelfeld platziert sein, doch aktuell muss man schon vor dem Jahreswechsel um den Klassenerhalt bangen. Hinzu kommt nun noch, dass einige Spieler ausfallen, die in dieser Phase hätten helfen können. Unter anderem hat es Akolo getroffen, der seit dem Amtsantritt von Weinzierl wieder an Boden verloren hat. Schon unter Korkut hat sich der Abwärtstrend bei ihm angedeutet und dieser hat sich nun fortgesetzt.

Der Angreifer aus der Demokratischen Republik Kongo ist in dieser Saison nur noch als Ergänzungsspielers eingeplant. Bei zehn Einsätzen brachte er es nu auf zwei Spiele von Beginn an und nur dreimal spielte er überhaupt länger als 30 Minuten. Gegen Dortmund durfte er in der 69. Minute auf den Platz, gegen Frankfurt in der 77., in Nürnberg und Augsburg in der Nachspielzeit sowie in Leverkusen in der 81. Minute. Gegen Hoffenheim und Gladbach war er schon überhaupt nicht mehr gefragt. Hart sitzt auch der Fakt, dass ihm aktuell ein gerade einmal 17-Jähriger den Rang abgelaufen hat.

In der Endphase der Partie brachte Weinzierl nicht Akolo, sondern Leon Dajaku. Das Talent aus der U 19 hat wohl im Training komplett überzeugt und sich somit einen Einsatz verdient. „Uns war schon im Vorfeld des Spiels klar, dass er eine ernsthafte Option ist, weil er im Training sehr auffällig ist, weil er sehr viel läuft und ein Konterstürmer ist. Deswegen haben wir ihn auch eingewechselt“, so der Trainer über den Youngster. Der deutsche U-19-Nationalspieler habe weiterhin „eine engagierte Leistung“ gezeigt: „Er ist in einer schwierigen Situation eingewechselt worden. So eine Situation kann auch eine Chance für junge Spieler sein. Er hat sie genutzt, weil er ein frecher Offensivspieler ist mit Torgefahr und Tempo. Er hat es sich im Training definitiv verdient.“

Akolo scheint sich nicht hervorgetan zu haben und bringt auch nicht die vom Trainer geforderte Schnelligkeit ins Spiel. So sieht Weinzierl den Afrikaner eher im Zentrum, wo mehr Ballbesitz, schnelle Drehungen und Geschwindigkeit gefordert sind. Im Januar hat er dann im Trainingslager in La Manga wieder die Chance, auch wenn es nur eine kurze Vorbereitung ist, sich für weitere Startelfeinsätze zu empfehlen. Diese Chance will natürlich auch der junge Dajaku nutzen, der zusammen mit Antonis Aidonis zumindest bis Ende des Jahres bei den Profis mittrainieren soll und dann bei entsprechender Leistung sicher auch mit ins Trainingslager reisen darf.

Kategorie: Bundesliga, News Tags: ,
 
 

Ähnliche Artikel

Antwort hinterlassen

Antwort eintragen
© 2019 Soccer-Fans.de. All rights reserved.