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Bayern: Die Verfolgerrolle

Die Bayern müssen sich langsam aber sicher mit der Rolle als Verfolger abfinden. Eine Situation, die sowohl bei den Fans als auch bei der Mannschaft nur widerwillig hingenommen wird. Das zeigte auch das Spiel der Bayern gegen den 1. FC Nürnberg. 

Es war die 65. Minute im Spiel der Bayern gegen den Club, als in der Allianz Arena tosender Jubel ausbrach. Dabei ging es allerdings nicht einmal um einen Treffer der Bayern, sondern auf der Videowand wurde das Zwischenergebnis aus dem Revierderby eingeblendet, bei dem Schalke in diesem Moment den Ausgleich geschafft hatte. Nur 12 Minuten später wurde dann aber die Hoffnung wieder geringer, dass der BVB im Titelrennen Punkte liegen lässt, denn dann stand es schon wieder 2:1 für die Schwarz-Gelben.

Selbst die Spieler auf dem Platz bekamen die Reaktionen mit und wagten hier und da einen Blick nach oben.  „Das kriegt man schon mit“, so Thomas Müller, „als das 1:1 gefallen ist und das Stadion laut wurde, da schaut man natürlich mal hoch.“ So ging es auch Keeper Manuel Neuer, der an diesem Tag hinten nicht wirklich viel zu tun bekam und sich so immer über die Zwischenstände informieren konnte. „Grundsätzlich ist es ärgerlich, dass wir das Spiel nicht sehen konnten, weil es zeitgleich stattgefunden hat. Aber wenn auf der Videowand die Ergebnisse angezeigt werden, bist du auf Stand“, so der Nationalkeeper.

Nach dem Abpfiff mussten die Bayern dann realisieren, dass es trotz des eigenen Sieges beim alten Abstand geblieben ist. „Dortmund macht das wirklich gut, Kompliment“, so FCB-Sportdirektor Hasan Salihamidzic. „Solange das der Fall ist, müssen wir auf uns schauen. Wir müssen unsere Hausaufgaben machen“, so Neuer ergänzend, was nichts anderes heißt, als bis Weihnachten alle restlichen Spiele zu gewinnen. Damit würde der Abstand vor dem Jahreswechsel zumindest nicht größer werden. „Trotzdem hofft man immer, dass der Konkurrent strauchelt“, so Müller: „Wenn’s nicht passiert, hofft man eben auf nächste Woche.“

Die Münchner wollen am Samstag Nachmittag gegen Hannover 96 einen sicheren Sieg einfahren und hoffen dann, dass die Dortmunder im Abendspiel gegen die Bremer ausrutschen. „Aber im Moment macht Dortmund keine Fehler“, so Trainer Niko Kovac, wohlwissend, „dass wir darauf angewiesen sind. Aber wer weiß, wenn der eine oder andere anfängt, nachzudenken, besteht vielleicht die Möglichkeit, dass wir die Gunst der Stunde nutzen“. Vor der einen oder anderen Woche wollte man noch nicht darüber reden, doch trotz der 9 Punkte Rückstand konnten sich die Bayern immerhin nach 3 Siegen in Folge wieder im Titelrennen zurückmelden.

Kategorie: Bundesliga, News Tags: 
 
 

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