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Stuttgart: Weinzierl in der Kritik

Bei den Trainern wird in der Bundesliga immer wieder die Frage deutlich, wie viel Identifikation man als Fan vom Chef der eigenen Mannschaft erwarten kann. So wird aktuell bei den Stuttgartern darüber diskutiert, ob Markus Weinzierl sich in dieser Hinsicht etwas zu distanziert hält. Der Coach selbst hält das für Schwachsinn und gab zum besten, dass er mittlerweile voll in Stuttgart angekommen sei.

Bei den Stuttgartern haben es die Trainer einfach nicht leicht. Das mussten in den letzten Jahren schon viele Übungsleiter am eigenen Leib erfahren. Die meisten konnten einfach nicht die erwarteten Ergebnisse liefern, oder wie bei Tayfun Korkut, der schon vor seinem ersten Spiel verbal abgeschossen wurde. Nun also Weinzierl, dem man vorwirft, dass er zu distanziert sei.

Die Fans des VfB sind noch immer verwöhnt von erfolgreichen Jahren der Vergangenheit, allerdings sind sie auch treu bis ins Grad, traten unter anderem mit ihrem Club den Gang in die zweite Liga an. Ähnlich wie es zum Beispiel auch beim 1. FC Kaiserslautern ist, sind solche Fans aber auch als unruhiges Umfeld zu bezeichnen, denn wenn es einmal nicht läuft, merken dass sofort alle Beteiligten. Mittlerweile hat der VfB schon mehr als 65.000 Mitglieder hat der Club, der mittlerweile auch als AG geführt wird. Die Führungsetage wünscht sich mittelfristig stolze 100.000 Mitglieder. Nur Markus Weinzierl ist es gerade nicht nach träumen, dennoch bezog er nun Stellung zur aktuellen Situation.

Der neue Coach will bei den Schwaben einfach nur möglichst schnell den Sprung raus aus dem Keller schaffen. „Um nichts anderes geht es im Moment“, so der 43-Jährige, der nach drei herben Pleiten gegen Borussia Dortmund (0:4), die TSG Hoffenheim (0:4) und Eintracht Frankfurt (0:3) zumindest eine kleine Wende schaffen konnte. Mit den Erfolgen stieg auch die Sympathie für Weinzierl, allerdings ist das noch nicht bei allen Fans angekommen. Unter anderem spricht er in Interviews hier und da noch von „dem VfB“ statt von „wir“, was für einige schon genug Anlass zu sein scheint, dem Trainer eine mangelnde Identifikation vorzuwerfen. Davon will Weinzierl natürlich nichts wissen. „Darüber kann ich nur den Kopf schütteln“, so der Coach, der viel lieber über Tatsachen redet: „Ich muss doch über die Zeit vor mir Fakten nennen dürfen, ohne dass man mir vorwirft, dass ich distanziert wäre.“ 

Als konkretes Beispiel führte der ehemaliger Coach der Augsburger und der Schalker das Spiel gegen die Bremer an. „Ich kann doch nicht sagen: Wir haben gegen Bremen gewonnen. Ich kann mich doch nicht damit schmücken. Ich habe Bremen nicht gewonnen – punkt, aus, fertig“, so der Coach. Die Unterstellung, er sei noch nicht komplett in Stuttgart angekommen, sei „völliger Blödsinn. Ich bin von der ersten Minute mit Haut und Haaren bei Mannschaft und Verein“.

Kategorie: Bundesliga, News Tags: ,
 
 

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