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Bremen: Wann kommt die Wende?

Bei den Bremern sind es mittlerweile schon 4 Ligaspiele ohne Sieg. Kein Wunder, dass dadurch auch die Worte beeinflusst werden, die Frank Baumann mittlerweile zum besten gibt. Unter anderem zählten dazu auch die von der Mitgliederversammlung des SV Werder am Montagabend: „Es ist wie jedes Jahr um diese Zeit: Wir sind nicht zufrieden“, so der Bremer Geschäftsführer Sport, der aber auch gleich wieder revidierte: „Und doch ist die Situation nicht mit den letzten Jahren vergleichbar. Die Unzufriedenheit fühlt sich ganz anders an.“

Der Verbleib in der Bundesliga ist aktuell nicht in Gefahr, allerdings vielmehr das Saisonziel, dass im Sommer formuliert aber damals auch als nicht wirklich objektiv abgestempelt wurde. Damals rief man in Bremen den Einzug ins internationale Geschäft als Ziel auf den Plan. „Wir wollen nach Europa. Das ist ein mutiges Ziel, nicht bloß eine Parole“, so Baumann weiter, der aber auch weiß, dass diese Formulierungen eine Gefahr mit sich bringen. Die aktuelle Situation werde „kritisch beäugt, vor allem wegen unserer Ziele und der Leistungen unserer Mannschaft, die die Erwartungen nach oben geschraubt haben“.

Trainer Florian Kohfeldt hat die Ziele zuletzt etwas umformuliert, was auch von Baumann noch einmal aufgegriffen wurde. „Wir wollen nach Europa – aber wir müssen nicht“, so der Verantwortliche. Ob es nicht sinnvoller gewesen wäre, am Anfang einen einstelligen Tabellenplatz auszurufen, is dabei die Frage. Allerdings wünschen sich viele immer mehr klare Worte im Profifußball, sodass die Bremer hier durchaus erfrischender gehandelt haben, als die meisten Konkurrenten. Fakt ist aber, dass Werder vor der Winterpause noch ein extrem schweres Programm zu absolvieren hat. Bis auf das Heimspiel gegen Fortuna Düsseldorf warten mit dem FC Bayern, Borussia Dortmund, der TSG Hoffenheim und RB Leipzig ausnahmslos Konkurrenten, für die es auch um das internationale Geschäft geht. „Wenn wir bis zur Winterpause in Schlagdistanz zu den internationalen Plätzen bleiben, ist doch alles top“, so Kohfeldt, der auch gleich eine kleine Kampfansage in Richtung der Bayern ausgab: „Wenn wir unseren Mut aufrechterhalten, dann werden wir am Samstag die römischen Truppen gewaltig ärgern.“

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