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Düsseldorf: Finks Traum-Comeback

Am Ende war dann doch noch etwas mehr Benzin im Tank, als Friedhelm Funkel es vor dem Anpfiff vermutet hatte. Der Coach der Düsseldorfer ging davon aus, dass Oliver Fink im Duell mit den Bayern nur Luft für rund 60 Minuten haben würde. Letztendlich wurden es dann gut 75 Minuten für den Kapitän der Fortuna, bevor er den Platz verlies. Schon jetzt ist klar, dass er sein Startelf-Comeback durch das 3:3 gegen den Rekordmeister niemals vergessen wird. 

„Pure Ekstase“, so der mittlerweile 36-Jährige direkt nach dem Abpfiff über seine Gefühlswelt: „Es wird schwer, dieses Erlebnis noch einmal zu toppen.“ Die Fortuna hat ihren Anführer zurück! Schon im Sommer verpasste Fink aufgrund von Beschwerden an der Achillessehne weite Teile der Vorbereitung. Die Probleme zogen sich in die Länge, sodass er auch in der bisherigen Hinrunde immer wieder mit Rückschlägen zu kämpfen hatte. Beim 4:1-Heimsieg gegen Hertha BSC vor der Länderspielpause konnte der Mittelfeldspieler immerhin für zwei Minuten mitwirken, in München brachte ihn sein Coach dann von Beginn an. „Es hat Spaß gemacht“, so Fink mit einem Lächeln im Gesicht und fügte an: „In München sind deine Aufgaben ja relativ einfach, da geht es hauptsächlich ums Verteidigen.“

Dabei hatte er selbst noch eine große Chance, per Kopf einen Treffer gegen Manuel Neuer zu erzielen. „Im Nachhinein bin ich froh, dass ich ihn nicht reingemacht habe“, so Fink: „Wer weiß, wie das Spiel sonst ausgegangenen wäre.“ Letztendlich sorgte Dodi Lukebakio mit seinem Dreierpack fast allen für den Punktgewinn beim Rekordmeister. Auch „der 36-Jährige war begeistert vom unbekümmerten Auftritt des Youngsters. „Ich wusste, dass der Junge für uns unheimlich wichtig sein kann – und ja auch schon geworden ist. Ich mag seine Art. Und was er geleistet hat, kann man nicht hoch genug einschätzen“, lobte Fink.

Die Frage ist nun, ob der Stürmer seine Leistung in den kommenden Wochen bestätigen kann, oder ob es bei dieser Eintagsfliege bleibt. „Dodi hat unglaubliche Anlagen. Seine Schnelligkeit, seine Ballfertigkeit – der macht dir eben auch mal gegen Bayern drei Tore. Dodi braucht ein bisschen Verständnis und Zuneigung, und wenn er das zusätzlich zu seinem Selbstbewusstsein bekommt, kann er unglaublich gut Fußballspielen. Wenn er so weitermacht, kann er noch viel erreichen“, so Fink über seinen Kollegen.

Kategorie: Bundesliga, News Tags: ,
 
 

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