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Stuttgart: Weinzierls Parallelen

Die Stuttgarter haben am kommenden Spieltag das nächste Kellerduell vor der Brust und schon wieder muss sich Trainer Markus Weinzierl im Vorfeld die eine oder andere Personalfrage stellen. Dabei könnte ein Blick auf seine Debütsaison beim FC Augsburg in der Bundesliga Aufschluss bringen. Unter anderem könnte dabei auch Anastasios Donis zum Thema werden. 

Damals hatte der heutige VfB Coach in der Abwehr durch die Ausfälle von Paul Verhaegh, Dominik Reinhardt und Ronny Philp vor allem hinten rechts große Probleme, die er aber abwechselnd mit Kevin Vogt und Jan-Ingwer Callsen-Bracker lösen konnte, obwohl diese sich eher in der Zentrale wohl fühlen. Eine ähnliche Situation hat er nun bei den Schwaben, nachdem Boma Sosa verletzt war und Emiliano Insua, der nun wieder spielberechtigt ist, gesperrt war. Gegen die Frankfurter war der Plan eine Fünferkette und Dennis Aogo auf der linken Bahn kläglich gescheitert. In Nürnberg brachte der mittlerweile 43-Jährige mit Marc-Oliver Kempf einen gelernten Innen- als Linksverteidiger in einem System mit Viererkette. Der Plan ging auf und brachte dem Tabellenletzten eine defensive Stabilität, die nun auch am Freitag beim Spiel gegen Leverkusen dringend gebraucht wird. Gut möglich, dass Kempf wieder an gleicher Stelle auflaufen wird.

Immerhin sieht es so aus, als wäre Anastasios Donis nach seinem Muskelbündelriss zumindest für den 18er Kader gegen Leverkusen wieder ein Option. Der Grieche überzeugt mit seiner Explosivität und ist eine Schlüsselpersonalie Weinzierl, dem die aktuelle Situation nicht neu ist. Mit dem FC Augsburg war er 2012/13 mit neun Punkten im Winter ganz tief im Tabellenkeller. Zusammen mit dem damals frisch geholten Manager Stefan Reuter drehte er den Kader nicht um 180 Grad, sondern veränderte nur punktuell spezielle Details. Unter anderem gelang ihm mit der Verpflichtung von André Hahn vom damaligen Drittligisten Kickers Offenbach und Dong-Won Ji aus Sunderland der eine oder andere Coup, denn beide entwickelten sich zu absoluten Leistungsträgern.

Eine ähnliche Entwicklung wäre nun auch in der zweiten Saisonhälfte des VfB wünschenswert, wenn es noch etwas mit dem Klassenerhalt werden soll. Die Augsburger schafften mit 21 Toren in der Rückrunde 2012/13 immerhin offensiv die Trendwende. Nur zum Vergleich, die Stuttgarter haben aktuell zusammen mit den Schalkern und nur 8 Toren die ligaweit schlechteste Offensive. Dabei wäre Donis für Weinzierl schon fast wie ein verfrühter Neuzugang, da dieser sich verletzte, bevor der Coach die Schwaben übernahm. Mit seinen Anlagen ist der 22-Jährige auf jeden Fall dazu geeignet, eine wichtige Rolle zu spielen. Doch gerade bei so explosiven Spielern muss man die Belastung nach einer Verletzung langsam steigern, um eine erneute Blessur zu verhindern.

Derweil ist noch komplett offen, wann Daniel Didavis seine Achillessehnenbeschwerden überwinden kann, während es bei Pablo Maffeo nach einer Sprunggelenksverletzung schon wieder sehr gut aussieht. Fakt ist, dass die Schwaben dringend wieder mit Punkten nachlegen müssen, um auch das eigene Selbstvertrauen wieder zu pushen.

Kategorie: Bundesliga, News Tags: ,
 
 

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