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Bayern: Coman vor Comeback

In zwei Wochen soll die Leidenszeit ein Ende haben, denn dann will Kingsley Coman bei den Bayern wieder in den Trainingsbetrieb einsteigen. Wegen eines Syndesmoserisses muss der Offensivspieler bei den Bayern schon seit August von der Tribüne aus zuschauen. Gleichzeitig äußerte der Franzose auch noch einmal seine Bedenken, was das aktuelle Personal beim Rekordmeister angeht.

Das große Problem der Bayern liegt in diesen Tagen ganz klar im Tempo. Der Kader wirkt auf dem Platz etwas träge. Einer, der da Abhilfe schaffen könnte, ist sicherlich Kingsley Coman. Der pfeilschnelle Franzose kommt vor allem durch seine Tempodribblings zur Geltung, zog sich aber nach einem Foul von Hoffenheims Verteidiger Nico Schulz gleich am ersten Spieltag der neuen Saison einen Syndesmoseriss zu, der ihn bisher zum Zuschauen verdonnerte.

Wegen genau dieser Verletzung fehlte er auch schon in der vergangenen Rückrunde und verpasste daher die WM mit den Franzosen und darf sich nun nicht Weltmeister nennen. „Es war sehr schwer am Anfang. Es war nach der Verletzung im Vorjahr eine Wiederholung. Aber dann hat man keine Wahl. Es bringt nichts, sich in ein Loch fallenzulassen, sich mental runterziehen zu lassen“, so Coman am Mittwoch im Rahmen eines Sponsorentermins bei einer großen Münchner Brauerei. Im August gab es große Aufregung aufgrund des Fouls von Nico Schulz, doch nun fand Coman zumindest etwas versöhnlichere Worte. „Das Foul von Schulz war nicht brutal. Er konnte nicht den Ball bekommen. Er hat versucht, mich zu Fall zu bringen, auch wenn er mir nicht weh tun wollte. Das war mental schwer zu verarbeiten. Aber das kommt vor“, so der Flügelspieler, der nun aber schon seit einigen Tagen wieder im Lauftraining ist und bald wieder den Ball am Fuß haben wird: „Normalerweise bin ich in zwei Wochen zurück, erst Training, dann Spiel.“

Das hören die Bayern sicher gerne, denn nach den Verletzungen von Thiago und James können sie frische Luft in der Offensive dringend gebrauchen. Nicht nur in dieser Saison, sondern auch in Zukunft. „Wir haben eine gute Mannschaft, aber sicher haben wir eine alternde Mannschaft. Wenn Spieler gehen, brauchen wir mit Sicherheit neue Spieler“, so der Stürmer, der in der Rolle des Zuschauers aber auch gemerkt hat, dass „wir sehr viel besser spielen können“. Wann und wie sein Trainer Niko Kovac nun mit ihm plant, hat Coman noch nicht mit ihm besprochen. „Ich muss schauen, wie mein Fuß reagiert“, so Coman, der froh ist, nach dem Seuchenjahr nun endlich wieder angreifen zu können. “I think it’s normal to have a little bit Angst“, so der 22-Jährige, der aber mittlerweile auch recht ordentlich Deutsch spricht. Zumindest glaubt er noch immer an den Gewinn der Meisterschaft: „Sieben Punkte sind nichts. Es ist noch eine lange Zeit. Wir werden es schaffen.“

Kategorie: Bundesliga, News Tags: ,
 
 

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