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Dortmund: Kagawa auf dem Abstellgleis

Die Dortmunder werden morgen Abend ein Testspiel gegen die Sportfreunde Lotte bestreiten. Dabei könnte dann unter anderem auch Shinji Kagawa mal wieder auf dem Platz stehen. Der Japaner kam in den letzten Wochen und Monaten so gut wie garnicht zum Zug. 

Am Anfang der Woche postete Shinji Kagawa in den sozialen Netzwerken noch einige Fotos, die ihn beim Laufen an einem Strand in Barcelona zeigen. Seine 1,5 Millionen Follower bei Twitter und die 1,4 Millionen Abonnenten bei Instagram haben zu diesem Zeitpunkt schon lange nichts mehr von ihm gehört, denn der Japaner ist im breiten Kader des BVB in letzter Zeit einfach untergegangen. Eigentlich wäre er nun in dieser Woche in seiner Heimat zu Gange, doch auch sein Nationaltrainer Hajime Moriyasu verzichtete für die beiden Länderspielen gegen Venezuela (Freitag) und Kirgisistan (Dienstag) wie schon im Oktober zum für das Spiel gegen Uruguay (4:2) auf den Mittelfeldspieler. Kagawa fehlt komplett die Spielpraxis. Von seinem Trainer Lucien Favre bekam er in allen Wettbewerben in dieser Saison insgesamt gerade einmal 200 Spielminuten. “Für ihn ist das eine schwierige Situation“, so Sebastian Kehl, Sines Zeichens mittlerweile Leiter der Lizenzspieler-Abteilung.

Insgesamt 148-mal spielte Kagawa für den BVB in der Bundesliga, und mit 41 Toren und 36 Vorlagen lässt sich auch seine Statistik sehen. Fakt ist aber auch, dass der mittlerweile 29-Jährige seine beste Zeit vor ein paar Jahren hatte und mittlerweile dem Konkurrenzdruck im Kader nicht mehr gewachsen zu sein scheint. Auf seiner bevorzugten Position ist Marco Reus aktuell nicht mehr wegzudenken, der von der linken Seite immer wieder in Richtung Sturmzentrum zieht. Dahinter wartet ein etwas stärker zurückgekommener Mario Götz auf seine Chance, der in der Hierarchie immer noch vor Kagawa steht, sodass für den Japaner meist nur die Tribüne bleibt. Kagawa fehlt in erster Linie die Geschwindigkeit, die er auf dem Flügel bräuchte.

Was wäre nun also der richtige Schritt? Schon im vergangenen Sommer dachte der Japaner zusammen mit seinem Berater Thomas Kroth über einen Wechsel nach. Seitdem hat sich die Situation nicht verbessert, ganz im Gegenteil. So könnte es sehr gut sein, dass Spieler und Verein schon im Winter getrennte Wege gehen.

Kategorie: Bundesliga, News Tags: ,
 
 

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