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Nürnberg: Comeback gefragt

Wenn die Nürnberger eines können, dann Rückschläge gekonnt wegstecken. Das haben sie schon in der vergangenen Saison gut hinbekommen und auch in der aktuellen Spielzeit sieht es nicht anders aus. Natürlich will jeder bei den Franken, dass es so weitergeht, denn in dieser Saison werden sicherlich Nehmerqualitäten gefragt sein, wenn es am Ende um den Klassenerhalt gehen wird. 

Das 0:2 vor heimischer Kulisse gegen den Tabellenletzten aus Stuttgart hat alle Nürnberger deutlich härter getroffen, als die Klatschen beim 0:7 gegen Dortmund und beim 0:6 gegen Leipzig. Natürlich waren diese Auftritte vor allem was die Torbilanz angeht alles andere als positiv, doch von der spielerischen Qualität her hätte man den Stuttgarter deutlich mehr entgegensetzen müssen. Man darf nicht vergessen, dass der BVB und RB gestandene Bundesliga-Clubs sind, daher ist ein Vergleich mit einem Mitaufsteiger naheliegend. So hat man nach den Niederlagen die Ligatauglichkeit noch nicht angezweifelt, was sich nun aber etwas geändert haben dürfte.

Gegen die Stuttgarter hatte man die große Chance, einen direkten Konkurrenten im Abstiegskampf tiefer in die Krise zu stürzen und sich gleichzeitig selbst etwas Luft zu verschaffen. Dass am Ende gegen unsichere Schwaben quasi keine Chance heraussprang, verwunderte nicht nur die Fans sondern in erster Linie auch Trainer Michael Köllner. „Es war ein wichtiges Spiel für uns. Es 0:2 verloren zu haben, ist ein herber Rückschlag“, so Linksverteidiger Tim Leibold, der gleich schon auf der Suche nach den möglichen Ursachen war: „Wir haben zu wenig investiert.“ Klingt nach keinem schwerwiegenden Problem, doch es wird nicht nur am Willen der Spieler liegen, dass es aktuell nicht läuft. „Die Liga ist für uns extrem fordernd und führt uns immer ans Limit“, so Köllner, der schauen muss, dass seine Profis die letzten 5-1ß% auch noch auf den Rasen bekommen.

Ein sehr gutes Beispiel dafür ist Kapitän Hanno Behrens, der wie immer im Mittelfeld sehr fleißig unterwegs war, dann aber nur sehr wenig Impulse nach vorne setzen konnte und nach 70 Minuten ausgewechselt werden musste. „Hanno hat in den vergangenen Wochen ein hohes Pensum abgespult“, so sein Trainer, allerdings lag die geringe Chancenanzahl gegen die Schwaben natürlich nicht nur am Führungsspieler: „Bei eigenem Ballbesitz war unser Positionsspiel schlecht, deswegen hatten wir keinen Punch.“ Dabei hätte am Ende nicht unbedingt eine Niederlage herausspringen müssen. „Solche Tage gibt es, an denen nach vorne einfach nichts zusammengeht. Aber dann darfst du dann hinten eben nichts anbrennen lassen“, so Leibold. Sein Trainer war ganz beim Außenverteidiger. Zwar hatte man die schlechteste Leistung der Saison auf den Platz gebracht, die Tore waren dennoch mehr als ärgerlich. „Beide Gegentore fallen im Anschluss an einen Eckball aus dem Rückraum, wären somit mit etwas mehr Aufmerksamkeit und Cleverness vergleichsweise leicht zu verteidigen gewesen. Aber das gehört zu unserem Lern-und Reifeprozess dazu. Das nächste Mal gehen wir aus so einem Spiel mit einem 0:0 raus“, so Köllners optimistischer Blick in die Zukunft.

Der Optimismus kommt auch daher, dass man sich nun in der Länderspielpause auf die Schwächen fokussieren kann. In seiner bisherigen Amtszeit konnte der Trainer diese Pausen immer so nutzen, dass seine Mannschaft danach gestärkt wiedergekommen ist. „Schon vor der Partie gegen den VfB habe ich mich unabhängig vom Ergebnis auf sie gefreut“, so Köllner, der im Vergleich zu seiner Konkurrenz den Vorteil hat, dass ihm in der Pause mit Törles Knöll (U 21) und Adam Zrelak (Slowakei) lediglich 2 Spieler im Training fehlen werden. So können alle noch einmal final Kräfte für den Jahresendspurt sammeln. Erst geht es nach Schalke, danach ist Leverkusen zu Gast bevor dann der Gang zu den Bayern ansteht. Ein hartes Programm doch für die Franken kein Grund, den Schwanz einzuziehen. „Dass wir mit Rückschlägen umgehen können, haben wir ja mehrmals bewiesen“, so Leibold, während sein Trainer vor allem auf des Gegners Platz Erfolge sehen will, „wo möglich keiner damit rechnet.“ 

Kategorie: Bundesliga, News Tags: 
 
 

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