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Gladbach: Hecking und die Konstanz

In der Bundesliga reden die Verantwortlichen immer wieder von der sogenannten „Momentaufnahme“. Die Gladbacher können diesen Begriff aber für die kommenden Wochen aus ihrem Wortschatz streichen. Das können sie in erster Linie ihrem Trainer Dieter Hecking danken, der sie offenbar zu einem beständigen Spitzenteam geformt hat. 

In den vergangenen Tagen hat Hecking selbst viel über das Wort Momentaufnahme nachgedacht, wie er selbst auf der Pressekonferenz am Donnerstag bestätigte. Dabei ist er letztendlich zu einem Entschluss gekommen: „Eigentlich ist es Quatsch“, so der Trainer mit Bezug auf den tollen Start der Fohlen in die Saison: „Wenn du nach zehn Spieltagen Zweiter bist, hat das nichts mit dem Moment zu tun – dann hast du es dir erarbeitet. Und ich finde, dass die Mannschaft auch zu Recht auf Platz 2 steht. Das haben sich die Jungs verdient.“ Am Samstag haben die Gladbacher mit dem Spiel gegen die Bremer die nächste Chance, sich langfristig im oberen Tabellendrittel festzubeißen.

Auch Sportdirektor Max Eberl machte mittlerweile deutlich, dass die Gladbacher mit dem ersten Drittel der Saison mehr als zufrieden sind. „20 Punkte nach zehn Spielen bedeuten einen Zwei-Punkte-Schnitt. Würde man das auf eine ganze Saison hochrechnen, hat das immer für etwas Großes gereicht“, so Eberl: „Wir haben eine super Ausgangslage. Und jetzt gilt es, ambitioniert zu bleiben und weiterzumachen.“ Die Bremer kassierten zuletzt zwei Niederlagen, doch unterschätzen darf man die Nordlichter natürlich nicht. „Bremen macht es genauso gut in dieser Saison, auch wenn jetzt mal zwei Spiele verloren gegangen sind. Die Mannschaft gehört zu den positiven Überraschungen der Saison. Dementsprechend wird es am Samstag eine komplizierte Aufgabe“, so Eberl weiter.

Ganz ähnlich hörten sich auch die Worte von Dieter Hecking an: „Was man so hört und liest, ist Werder nach den zwei Niederlagen auf Wiedergutmachung aus. Sie wollen ihr wahres Gesicht zeigen. Daher erwarte ich eine aggressive, nach vorne spielende Werder-Mannschaft“, so der Coach, der noch keine Aussage darüber treffen wollte, mit welchem Team er an der Weser antreten wird. Gut möglich, dass Christoph Kramer nach dem 3:0 über Düsseldorf wieder auf der Bank Platz nehmen muss. Hecking weiß, dass der Weltmeister von 2014 aktuell alles andere als zufrieden mit seiner Rolle ist: „Ich war selbst Spieler. Und wenn ich nicht gespielt habe, war jeder Trainer eine Person, die ich nicht sehen wollte. Deshalb kann ich zu 100 Prozent nachvollziehen, wie Chris gerade denkt. Aber das Wichtigste ist, dass man sich trotzdem in die Augen schauen kann und die Gründe benennt“, erklärte Hecking.

Die große Hürde für Kramer heißt in diesen Tagen Tobias Strobl. „Chris ist kein schlechter Fußballer in den letzten Wochen geworden. Aber: Es hat sich eben auch ein anderer Spieler mit guten Leistungen empfohlen und angeboten. Dann ist es die Aufgabe des Trainers abzuwägen, welche Personalie für welches Spiel die richtige ist“, so Hekcing. Er Sei natürlich sehr „froh, dass ich auf der Sechserposition einen Chris Kramer, einen Tobi Strobl und einen Denis Zakaria habe, die alle mit ihren Leistungen dazu beitragen können, dass wir als Mannschaft weiter erfolgreich sind.“

Kategorie: Bundesliga, News Tags: ,
 
 

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