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Bayern: Hoeneß bleibt gelassen

Eigentlich hatten sich die Bayern einen Sieg mit 3-4 Toren Unterschied vorgenommen. Am Ende wurde es gegen ein limitiertes AEK Athen aber nur ein schlappes 2:0 und damit nicht mehr als ein Pflichtsieg. Kein Wunder, dass sich nach dem Abpfiff alle ganz schnell auf die kommende Aufgabe gegen Dortmund konzentrieren wollten. Eigentlich hätte man hier nun eine Kampfansage erwartet, doch vor allem Präsident Uli Hoeneß gibt sich überraschend zurückhaltend vor dem Spiel gegen den Tabellenführer.

Zumindest die zweite Halbzeit im Spiel gegen Athen machte Mut. Ob es nun in der Liga gegen den BVB reichen wird, bleibt noch abzuwarten. „Wir müssen ein gutes Spiel machen und schauen, was rauskommt“, so Hoeneß. In der aktuellen Situation, als Tabellendritter, „kann man nicht nach Dortmund fahren und sagen, ‚ich will einen Dreier. Wir fahren nicht als Favorit nach Dortmund, sondern als Außenseiter seit einer langen Zeit.“ Ungewohnt zurückhaltende Worte vom Präsidenten vor dem deutschen Clasico. Diese Haltung behielt Hoeneß auch, als er wieder einmal auf die denkwürdige Pressekonferenz angesprochen wurde. Zwar gestand er, dass er die „Pressekonferenz im Wesentlichen wieder so machen würde. Die Geschichte letzte Woche im Spiegel hat bewiesen, dass sie dringend notwendig war.“ Gleichzeitig gab es aber auch noch ein großes ABER: „Das ein oder andere Wort, das ich benutzt habe, das würde ich nicht wieder so machen. Es hat mir sehr Leidgetan, Juan Bernat beleidigt zu haben. Die Kritik an gewissen Medien gilt nicht für alle, nicht für Journalisten per se, sondern für die, die gemeint waren – und die wissen Bescheid.“

Für Hoeneß sind die aktuellen Leistungen der Bayern nur eine Momentaufnahme und er geht stark davon aus, dass sich das bald wieder ändern wird. „Wir lassen uns mit unseren Entscheidungen am Ende der Saison messen“, so der Präsident: „Man muss auch mal Geduld haben.“ Das bezieht sich nicht nur auf die Spielweise sondern natürlich auch auf den neuen Trainer, den die Verantwortlichen zumindest bis auf Weiteres verteidigen werden, wie sie schon nach dem 0:3 gegen Gladbach beteuert haben.

So sieht Hoeneß der näheren Zukunft relativ entspannt entgegen, vor allem weil die Bayern sich aktuell in einem Jahr des Umbruchs befinden. Die Frage ist natürlich, wie es aussehen würde, wenn auf einem der Gewinn der Meisterschaft ernsthaft in Gefahr ist. „Wir sind nicht so arrogant, wie ihr alle glaubt“, so Hoeneß schmunzelnd: „Die Meisterschaft würden wir gerne haben. Wenn’s mal nicht so ist, wird der FC Bayern auch nicht untergehen.“ Noch hat er gut Reden, doch wie es aussieht, wenn es soweit ist, kann heute natürlich noch niemand sagen…

Kategorie: Bundesliga, News Tags: ,
 
 

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