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Hoffenheim: Die Chance lebt

Wie auch schon vor zwei Wochen beim 3:3 in Sinsheim konnte sich die TSG 1899 Hoffenheim in der Champions League gegen Olympique Lyon in der Nachspielzeit noch einen Punkt sichern. Die Franzosen spielten munter auf, doch die Kraichgauer schafften in der zweiten Halbzeit noch ein glückliches Comeback. 

Lyon-Coach Bruno Genesio entschied sich nach dem schwachen 1:1 in der Ligue 1 gegen Bordeaux zu einem Wechsel, der auch gleichzeitig einen Wechsel der kompletten Taktik mit sich brachte. Abwehrspieler Morel kam für Angreifer Dembelé, der nur auf der Bank Platz nehmen durfte. So spielten die Franzosen mit einer Dreierkette in der Verteidigung, allerdings war es bei Ballbesitz der TSG dann doch eher eine Fünferkette. Auch Julian Nagelsmann ließ nach dem 4:1 über Leverkusen rotieren und das gleich auf 4 Positionen. Für Akpoguma, Nordtveit, Grifo und Nelson brachte der Coach Bicakcic, Demirbay, Kramaric und Belfodil von Beginn an.

Während die Franzosen zunächst zurückhaltend in die Partie starteten, zeigten sich die Hoffenheimer voller Elan. Bis auf einen geblockten Schuss von Kaderabek sprangen aber in der Anfangsphase keine großen Chancen heraus. Nach einer Viertelstunde wurden dann auch die Hausherren etwas aktiver und zeigten der TSG, dass ihre Abwehr alles andere als standfest war. Nach zwei guten Chancen war es in der 19. Minute Mendy, der den Ball zunächst vom Strafraumrand an den Innenpfosten brachte, doch nach einer kurzen Billard-Einlage musste der französische Weltmeister Fekir aus kurzer Distanz nur noch einschieben. Die Hoffenheimer wollten schnell antworten, doch Lyon war effektiver. In der 28. Minute war es Ndombelé der unter Mithilfe von Vogts Schienbein auf 2:0 erhöhen konnte. Dieser Treffer zeigte deutlich mehr Wirkung bei der TSG, die leicht unter Schock vor der Halbzeit kaum mehr etwas auf die Beine gestellt bekamen.

Nach dem Seitenwechsel schwächte sich die TSG dann auch noch selbst, denn Adams musste in der 51. Minute mit der Ampelkarte vom Feld, nachdem er in der ersten Halbzeit nach einem eher harmlosen Foul schon die Gelbe Karte gesehen hatte. Glück hatte der Bundesligist allerdings auch, denn OL ließ gleich mehrere Chancen liegen. In der 65. Minute war es dann Kramaric, der praktisch aus dem Nichts mit einem platzierten Schuss vom Strafraumrand den Anschlusstreffer markieren konnte. Das brachte noch einmal neuen Mut für die Schlussphase, in der es einen offenen Schlagabtausch mit Chancen auf beiden Seiten gab. In der Nachspielzeit erzielte Kaderabek nach deinem von Joelinton verlängerten Freistoßflanke aus kurzer Distanz den Ausgleich. Damit sichern sich die Kraichgauer nicht nur einen wichtigen Punkt sondern haben auch weiterhin die Chance, noch das Achtelfinale der Champions League zu erreichen.

Kategorie: Bundesliga, News Tags: 
 
 

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