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Freiburg: Teamplayer Höfler

Bei den Freiburgern ist noch nicht geklärt, wer am kommenden Sonntag im Spiel gegen die Berliner auflaufen wird. Trainer Christian Streich hat weiter mit großen Personalsorgen zu kämpfen und so ist es kein Wunder, dass er hier noch keine klare Aussage treffen kann. Immerhin macht sich Nicolas Höfler bezüglich einer Kaderveränderung keine Gedanken, auch wenn er selbst noch immer seinen Rhythmus sucht. 

8 Punkte nach 7 Spieltagen sind für die Freiburger keine all zu schlechte Bilanz, auch wenn es gerne der eine oder andere Treffer hätte mehr sein dürfen. „Wir haben das Niveau, das wir zeigen können, noch nicht konstant auf den Platz gebracht“, so Höfler. So hat der SC eigentlich nur in Wolfsburg (3:1) eine sehr starke Leistung absolviert, auch wenn man dann mit einem tollen 1:0 gegen formschwache Schalker nachlegen konnte. Daraufhin folgte dann jedoch beim 1:4 in Augsburg die schlechteste Leistung der Saison.

Auch bei Höfler selbst kann man solch eine eher durchwachsene Bilanz beobachten. Aktuell bringt er es auf einen Notenschnitt von 4,0. „Mein Start ähnelt dem der Mannschaft, es gab gute und schlechte Momente“, so der Mittelfeldspieler, der in Wolfsburg top war (Note 2), danach aber vor allem in den Spielen gegen Hoffenheim und Stuttgart abgebaut hat. Gegen Augsburg war es dann mit der Note 5 nur das Spiegelbild der kompletten Mannschaftsleistung. Dennoch verpasste er bisher keine Minute in der Liga. Wohl auch, weil er seinen Trainer Christian Streich noch aus der Jugendzeit beim SC kennt. Höfler ist gesetzt, weil er durch sein Spiel viel Arbeit erledigt, auch wenn er dabei meistens nicht großartig auffällt. „Er hat bei uns eine wichtige Rolle, weil er sich nicht versteckt und ich in für ihn brenzligen Situationen immer anspielbar ist“, so Freiburgs Sportdirektor Klemens Hartenbach.

Höfler schafft es, mit einfachen Pässen zahlreiche Räume zu öffnen und damit seine Kollegen in gute Positionen zu bringen. “Ich kenne es nicht anders, dass andere vielleicht auffälliger und spektakulärer spielen. Aber das Wichtigste ist, dass mich das Trainerteam wertschätzt und ich deren Aufgaben und meiner eigenen Bewertung gerecht werde“, so Höfler, der dabei durchaus kritisch zu Werk geht. Er weiß selbst, dass seine persönliche Saison noch nicht das höchste der Gefühle ist. Vor allem ein paar Ballverluste hätte er sich auch aus eigener Sicht sparen können. „Ich bin noch nicht bei meiner maximalen Leistung“, räumt Höfler ein: „Ballverluste gehören dazu, sind Teil des Spiels, die habe ich immer gehabt. Ich habe mein Spiel auch nicht verändert gegenüber letzter Saison.“

In der abgelaufenen Saison brachte er es auf  26 Einsätze von Beginn an und einen Notenschnitt von 3,48 sowie immerhin einen Treffer und 4 Vorlagen. „Ich muss einfach meinen Rhythmus finden, in den Flow kommen“, so der Kämpfer zu seiner aktuellen Lage. Das gilt aber gleichzeitig auch für den kompletten SC. So macht sich Höfler teilweise mehr Gedanken über das Team als über sich selbst: „Das gehört aber zu meinem Charakter. Allgemein ist es ja gut, wenn ich mir Gedanken zu unserem Spiel mache. Positiv ist, dass wir breiter besetzt sind, Ausfälle besser kompensieren können. Da sind wir gegenüber der vergangenen Saison besser aufgestellt.“ Selbst wenn neben Florian Niederlechner auch noch Nils Petersen wegen seiner Schulterverletzung ausfallen würde, sieht Höfler sich und seine Truppe für das Spiel am Wochenende in Berlin gewappnet: „Auch dann können wir in Berlin gewinnen. Natürlich verändert sich unser Spiel ein wenig, sollte beispielsweise Luca statt Nils vorne spielen. Aber Luca ist U21-Nationalspieler und hat absolut die Qualität, uns zu helfen.“

Kategorie: Bundesliga, News Tags: ,
 
 

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