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Schalke: Rudy muss liefern

In diesem Sommer wurde Sebastian Rudy als Königstransfer der Schalker bezeichnet, doch aktuell schiebt der Mittelfeldspieler gleich doppelten Frust. Zwar war er jetzt wieder mit der deutschen Nationalmannschaft unterwegs, allerdings kam er weder gegen Holland noch gegen Frankreich zum Einsatz. Dadurch verpasste er dann gleichzeitig noch die Chance, bei den Knappen weiter an seinen körperlichen Defiziten zu arbeiten. 

Eigentlich haben die Schalker ihn als einen der kommenden Anführer für diese Saison unter Vertrag genommen. Bisher konnte Rudy aber noch nicht so richtig zeigen, dass er diesem Ruf gerecht werden kann und das, obwohl die Knappen für ihn immerhin rund 16 Millionen Euro auf den Tisch gelegt haben, um ihn von den Bayern loszulösen. Natürlich ist es nur logisch, dass Rudy etwas Zeit braucht, um sich in seinem neuen Arbeitsumfeld zurechtzufinden. Die Eingewöhnung für den 28-Jährigen wurde dann mit Sicherheit noch durch den katastrophalen Start in die Saison beeinflusst. Mittlerweile geht es bei den Knappen sportlich aufwärts, bei Rudy hingegen hakt es noch immer. 

Wenn man sich Rudy so anschaut, bekommt man den Eindruck, dass Rudy mit dem neuen Spielsystem und der Aufgabenstellung noch nicht gut zurechtkommt. In München war er bei seinen Einsätzen einfach nur ein Teil im großen Ballbesitz-System, während man auf Schalke eher ständig den Ball erobern und schnell umschalten muss. „Wenn er spielt, dann ist das auch nicht verkehrt, denn dann spielt er auf einem sehr hohen Niveau“, so sein neuer Trainer Domenico Tedesco vor Rudys Abreise zur Nationalmannschaft. Daraus wurde dann aber nichts, weil Rudy beim DFB nicht zum Einsatz kam und gleichzeitig bei den Schalkern nicht an seiner Form arbeiten konnte. 

Dabei hätte er die Zeit gut gebrauchen können. Bei den letzten Spielen gegen Mainz und Düsseldorf saß er nur auf der Bank, in der Champions League gegen Moskau wurde er nach einer schwachen Leistung schon zur Halbzeit ausgewechselt. „Er hat schließlich vor seinem Wechsel zu uns vier oder fünf Monate nicht gespielt“, so Tedescos Erklärung: „Er braucht Zeit, um das Bewusstsein zu entwickeln, wirklich zu 100 Prozent auf dem Platz zu sein. Aber es ist nur eine Frage der Zeit, wann wir ihn in voller Stärke sehen.“ Natürlich verlangt der Trainer etwas Geduld für seinen Neuling. Wenn er aber nach der derzeitigen Form geht, spielt Rudy wohl auch am kommenden Samstag im Spiel gegen die Bremer keine große Rolle. 

Kategorie: Bundesliga, News Tags: ,
 
 

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